Trump: Viele „neue Rechte“ sind nun von ihm enttäuscht

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Wegen Attacke auf Syrien

Trump: Viele „neue Rechte“ sind nun von ihm enttäuscht

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Er war der große Hoffnungsträger einer neuen Bewegung, die in den USA immer mehr an Einfluss erlangen konnte: Die „Alternative Right“ (kurz Alt-Right, in Europa auch Neue Rechte) war der Motor in Donald Trumps Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016. Auf zahlreichen Internetseiten bekundeten Aktivisten der Szene ihre Unterstützung für Trump. Nach dessen Syrien-Bombardements wenden sich nun viele von ihm ab.

Der wohl bekannteste Protagonist der Alt-Right im Internet ist wohl Alexander Emerick „Alex“ Jones. Der 44-jährige Texaner, der einst mit einer Radio-Show gestartet war, ist heute eine große Nummer im Internet. Millionen von Amerikanern verfolgen die tägliche Ausgabe seiner „Alex Jones Show“ auf Youtube.

Wüste Beschimfpungen

Wenn es um Zuschauerzahlen geht, hat Infowars.com – so der Name unter dem sein Sender firmiert – etablierte Medien wie CNN bereits längst überholt. Am vergangenen Freitag bekamen die Zuschauer einen zornigen Alex Jones zu sehen: „Trump, du Sohn einer H***“, brüllte ein sichtlich erboster Jones in die TV-Kameras. Der Texaner machte klar, dass er Trumps neuerlichen Schwenk in der Syrien-Politik und die daraus folgenden Bombardements des Landes nun dazu nutzen werde, um öffentlich mit dem einstigen Star der Alt-Right abzurechnen.

Trump war es, der im Wahlkampf zuvor gefordert hatte, jegliche kriegerische Aktivitäten gegenüber Syrien und seinem Machthaber Assad zu unterlassen. Bereits kurz nach seiner Amtseinführung hatte Trump das Land schon einmal vom US-Militär bombardieren lassen, was auch damals bereits zu Irritationen in der Alternativen Rechten geführt hatte.

In seinen Videos übt Jones nun deutliche Kritik:

https://www.youtube.com/watch?v=T9Q5uBMpLUM

Zweiter Syrien-Einsatz

Während Trumps ersten Angriff auf Syrien hatte sich unter anderem Paul Joseph Watson – ein Brite, der ebenfalls auf Infowars.com sendet – vom US-Präsidenten losgesagt. Die enttäuschten Aktivisten fordern von Trump, dass er die US-Interventionen im Nahen Osten beendet, für die sie eine globale Machtelite verantwortlich machen.

Nun sehen sie sich darin bestärkt, dass der „tiefe Staat“ (engl. Deep State) Trump für sich gewinnen konnte, obwohl er im Wahlkampf vorgab, gegen diesen anzukämpfen. Wähler, die der Alt-Right zugeordnet werden gelten als besonders große Anhänger der „America First“-Politik, die von Trumps einstigen Strategen Steve Bannon als Wahlkampfmotto ausgegeben wurde.

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Teil des „Sumpfs“

Auch Alex Jones fordert in seinen TV-Sendungen immer wieder, dass sich die Politik mehr um die Bekämpfung der illegalen Einwanderung, dem Wiedererstarken der US-amerikanischen Wirtschaft, und der Bekämpfung der Korruption des Washingtoner „Sumpfes“ widmen solle, als sich um kriegerische Interventionen im arabischen Raum zu kümmern.

Auch für eine entspanntere Beziehung mit Russland stehen Vertreter der Alt-Right ein, was ihnen natürlich sofort den Vorwurf des medialen Mainstreams einbringt, von den Russen gekauft zu sein, deren Propaganda zu betreiben oder gar zu spionieren.

Besinnt sich Trump?

Beweise für diese Theorien gibt es dazu freilich nicht. Trumps Syrien-Angriff hat die Alt-Right jedenfalls entzürnt: Es bleibt abzuwarten, ob es Trump gelingt, das Ruder noch einmal rumzureißen und sich auf seine Wahlversprechen zu besinnen.

Wenn nicht, dann hat er spätestens im Wahlkampf 2019 für seine geplante Wiederwahl im Jahr darauf ein millionenfaches Problem: nämlich jenes, der ausbleibenden Wähler…

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