Während Bürger um Existenz bangen: Wieder mehr Gehalt für Politiker

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Sattes Gehaltsplus trotz schlechter Umfragewerte

Während Bürger um Existenz bangen: Wieder mehr Gehalt für Politiker

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Die Beliebtheit der schwarz-grünen Koalition sinkt. Waren im Frühjahr 90 Prozent der Bevölkerung mit den Corona-Maßnahmen einverstanden, ist es jetzt nur mehr die Hälfte. Sie kosten Milliarden – für die eigene Lohnerhöhung reicht das Geld aber noch …

Wie „Wochenblick“ unlängst in einem Schwerpunkt herausarbeitete, verdienen Politiker in Österreich nicht nur an der Bevölkerung gemessen, sondern auch im europäischen Vergleich außerordentlich gut. Kommendes Jahr kommen noch einmal 1,5 Prozent dazu. Für einen Nationalratsabgeordneten heißt das: monatlich 9.228 Euro statt bislang 9.092 Euro brutto.

Tausende Euro im Jahr mehr für Spitzenpolitiker

Die höchsten Ämter sind freilich noch lukrativer: Das Gehalt von Bundespräsident Alexander van der Bellen, der zur Verfassungfeindlichkeit vieler Maßnahmen in diesem Jahr eisern schwieg, bekommt bald 25.332 Euro, um 374 Euro mehr als zuletzt. Auch die Kurz-Gage steigt um 334 Euro auf stolze 22.618 Euro im Monat. Eine Nulllohnrunde, die man bei den Beamten zwecks Vorbildwirkung kurzzeitig diskutierte, ist gesetzlich nicht vorgesehen.

Rechnet man diese Summen auf ein ganzes Jahr auf, erhalten die Beiden somit um jeweils mehr als 4.000 Euro mehr als noch zuletzt. Zum Vergleich: Nimmt man die jüngsten verfügbaren Zahlen der Statistik Austria aus dem Jahr 2018, verdiente ein unselbständig Berufstätiger über das Jahr 28.459 Euro brutto. Bei vierzehn Monatsgehältern sind etwa das 2.032 Euro pro Monat. Die Gehaltserhöhung für den Kanzler beläuft sich also auf mehr als zwei Monate Arbeit für seinen Souverän.

Mehr Gehalt trotz Absturz in den Beliebtheitswerten

Indes zeigen jüngste Umfragen, dass sich die Regierung seit Monaten im Sinkflug befindet, den Grünen droht ein Rückfall auf Platz 5. Bei den Beliebtheitswerten ist das kaum anders, selbst Kanzler Kurz stürzte seit Anfang der Krise von 75 Prozent auf mittlerweile 27 Prozent Zustimmung ab. Eine Lohnerhöhung bei äußerst mäßiger Leistung: Am freien Arbeitsmarkt wäre das undenkbar.

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