Weltbank: Putin-Sanktionen schaden der Weltwirtschaft

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USA will von China Anerkennung der „Weltordnung“

Weltbank: Putin-Sanktionen schaden der Weltwirtschaft

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  • Weltbank-Präsident warnt
  • Putin-Sanktion schaden der Weltwirtschaft
  • Mehr als Ukraine-Krieg
  • Neue Ersatzmärkte sind USA und Kanada
  • Finanzmärkte zittern wegen Russland-Bankrott
  • Ukraine bekommt zig-Milliarden US-Dollar
  • Auch von Österreich
  • Notlage russischer Bürger kein Thema
  • Rubel wird absacken
  • „Hamstern“ der Länder unsolidarisch
  • Bevorratung nicht erforderlich
  • Druck auf China steigt
  • Wegen Neutralität zu Moskau
  • Peking soll Farbe bekennen
  • Und geltende Weltordnung respektieren

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Die vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen werden der Welt- und Finanzwirtschaft mehr schaden, als der Ukraine-Krieg selbst, sagte Weltbank-Präsident David Malpass letzten Montag in einem Interview mit der „Washington Post“. Die Regierungen sollen sich von Russland lösen und die Märkte der USA und Kanadas nützen. Die USA fordern China indes auf, seine neutrale Haltung gegen Moskau aufzugeben und die geltende „Weltordnung“ zu respektieren.

USA und Kanada profitieren

Schon Anfang März warnten Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IMF): Die West-Sanktionen gegen Putin werden sich stärker auf die Weltwirtschaft auswirken, als der Krieg in der Ukraine. Auch der Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Ukraine, um ca. 30 Prozent, werde sich auch auf das globale BIP auswirken. Die Störung der Finanz- und Wirtschaftsmärkte werde sich verschlimmern, sollte der Konflikt andauern. Die „verlorenen Lieferungen“ aus Russland und der Ukraine können aber über andere Märkte ausgeglichen werden. Malpass nannte die USA oder auch Kanada.

Finanzmärkte zittern wegen Russland-Bankrott

Dort gebe es riesige Potenziale, ein Umlenken der Nachfrageströme dorthin, könne den Schlag auf das globale BIP mildern. Sehr verhalten äußerte er sich bezüglich einer möglichen Zahlungsunfähigkeit Russlands. IWF-Chefin Kristalina Georgieva (Internationaler Währungsfonds), die aus Bulgarien stammt, warnte kürzlich davor. Russland könne vielleicht seine Schulden nicht begleichen, weil es keinen Zugang mehr zu seinen Nicht-Rubel-Wirtschaftswerten und Zentralbankvermögen habe. Der russische Zahlungsausfall könne sich fortpflanzen und die Finanzmärkte anstecken. Das werde auch Andere treffen.

Rubel-Wert auf Kommunismus-Niveau

Er habe dazu keine stündlichen Informationen, sagte Malpass, zeichnete aber für die russischen Bürger ein düsteres Bild: Der Rubel werde massiv an Wert verlieren. Ironisch erinnerte Malpass an den Rubel-Schwarzmarkt im Kommunismus. Russische Bürger könnten nun daran erinnert werden. Die Weltbank habe dort die wenigen Programme gestoppt. Sollte Moskau einen Weg zur Beendigung des Ukraine-Konflikts finden, werde man darüber nachdenken, was das Richtige für Russland sei, meinte Malpass gönnerisch. Die von den West-Sanktionen betroffenen Russen kümmern die Weltbank vorerst nicht, auch wenn die Menschen dort unverschuldet in Not geraten.

Spenden-Fonds mit Österreich

Die Ukraine habe Vorrang, ebenso die Flüchtlinge, die nach Osteuropa kommen, nach Polen, Rumänien und Moldawien. Die Weltbank fahre auch ein großes Programm in der Ukraine. In den letzten zwei Wochen erhielt Kiew fast 1 Mrd. US-Dollar, um Strom, die Gehälter der Beamten und die Renten bezahlen zu können. In den nächsten drei bis sechs Wochen werde die Ukraine noch einmal 3 Mrd. US-Dollar benötigen. Der gesamte Wiederaufbau nach dem Krieg, werden in die zig-Milliarden gehen. Neben Zahlungen aus der „Weltbank-Tasche“ gebe es nun einen Spenden-Fonds, in den Regierungen aus der ganzen Welt einzahlen. Österreich sei jetzt auch dabei.

Hamstern“ ist unsolidarisch

Malpass kritisierte Länder, die ihre Exporte drosseln wollen – etwa Russland und Serbien und riet von Hamsterkäufen ab. Das treibe die Preise, in die Höhe, treffe die Armen am stärksten und sei die unpassende Antwort für eine globale Gemeinschaft. Auch der Einzelne brauche keine zusätzlichen Vorräte, ist Malpass überzeugt. Die Weltwirtschaft sei dynamisch, es werde genug da sein, um über die Runden zu kommen. Sein Rat an die Menschen: Vertrauen in die Zukunft zu haben, ihrer Arbeit nachzugehen und zu versuchen, in dieser Krise so produktiv wie möglich zu sein. Ob Malpass seine Tankfüllung und seinen Wocheneinkauf selbst oder zumindest auf eigenen Kosten erledigt, ist unbekannt. Bei seinem Gehalt, wird es wenig ins Gewicht fallen. Vom Alltag der „kleinen Bürger“ hat er keine Ahnung.

China soll Kreditverträge offen legen

Malpass sprach auch die Bestrebungen der Weltbank an, mehr Transparenz in den „Schuldenbeziehungen“ zu schaffen. Die Vertragsbedingungen müssen offengelegt werden, auch Chinba. Peking bestehe bei seinen Kredit-Verträgen seit 2014 auf eine Geheimhaltungsklausel. Das müsse aufhören, sowohl für Kreditgeber als auch Kreditnehmer. Dahinter steckt Kalkül. Betroffen davon wären auch China-Kredite an Russland. Die „globale Finanz-Gemeinschaft“ könnte das aus fadenscheinigen Gründen blockieren. US-Gerüchten zufolge soll Russland in Peking bereits wegen Militär- und Wirtschaftshilfe angeklopft haben, was beide Länder dementierten.

China soll „Weltordnung“ respektieren

Dass China mit Russland normale Beziehungen pflegt, ist den Globalisten gar nicht recht. Vor allem die USA versuchen, die Chinesen auf Linie zu bringen. Mit unglaublicher Präpotenz forderte die US-Botschafterin bei der NATO, Julianne Smith, kürzlich alle Länder auf, ihre Position zur Lage in der Ukraine darzulegen. Die Länder müssen auf Seiten der „auf bestimmten Regeln gebauten Weltordnung“ stehen, sagte sie. Die USA habe auch China sehr klar diese Botschaft vermittelt: es sei jetzt nicht an der Zeit, dass das Land sich heraushalte und vorgebe, neutral zu sein, sagte Smith in einer Videokonferenz.

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