„Wir sind nicht links oder rechts, wir sind deutsche Patrioten!“

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Der Deutschrocker Sacha Korn will unbequem bleiben

„Wir sind nicht links oder rechts, wir sind deutsche Patrioten!“

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Der Musiker Sacha Korn wirbt für einen unverkrampften Umgang mit der DDR – und mit Heimatverbundenheit. Geboren wurde Korn 1975 in Potsdam. Für seine neueste Single „Unsere Heimat“ hat er das ostdeutsche Original Uwe Steimle ins Boot geholt.

Gemeinsam mit der Bürgerplattform „Ein Prozent“ hatte Korn zuvor das Album „Heimat“ produziert, das rasch auf dem neunten Platz der Rock-Charts bei „Spotify“ landete. Der „Wochenblick“ hat mit dem unbequemen Musiker gesprochen.

Ein Interview geführt von Johannes Schüller

Wochenblick“: Dein neuestes Album „Heimat“ wurde auf mehreren großen Download-Portalen gelöscht. Du konntest dich erfolgreich dagegen wehren. Wie ist dir das gelungen?

Sacha Korn: Meist werden solche Löschaktionen daraufhin veranlasst, dass eine bestimmte Zahl von „Spam“-Mails eingeht, die auf eine Nutzungsverletzung hinweisen. Ob das tatsächlich gegen irgendwelche Nutzungsrechte verstößt, wird vorerst nicht geprüft. Wenn man sich dann sofort darum kümmert, kann man das meist ziemlich schnell wieder aus der Welt räumen. Es gibt genügend „Aktivisten“, die nur darauf warten, dass man wütend wird und unbedacht reagiert, um daraus ein verzerrtes Bild in der Öffentlichkeit zu generieren. Daher reagiere ich lieber unaufgeregter.

Wen meinst du mit „Aktivisten“?

Damit meine ich all diese Personen, die sich als angebliche Wächter der Demokratie aufspielen und gerne Andersdenkende und auch Patrioten öffentlich denunzieren. Also das genaue Gegenteil von Demokratie und Pluralismus. Leider wird das Denunzieren wieder mal staatlicherseits gefördert!

Ich will mir keine Rolle zuschustern lassen

Wie habt ihr es als relativ unbekannte Band überhaupt unter die „Top Ten“ geschafft? Gibt es ein Erfolgsgeheimnis, das du verraten kannst?

Das ist richtig. Einer breiteren Masse sind wir noch nicht so bekannt. Allerdings veröffentliche ich schon seit über zwölf Jahren meine Musik unter meinem Namen und seit nun fast neun Jahren auch mit einer festen Band. Über die Dekade haben wir, auch durch viele Konzerte, eine relativ stabile Fangemeinde aufbauen können. Wir haben international Touren durchgeführt.

Durch die uns bekannten Mechanismen und deren zum Teil antidemokratische Fördertöpfe, lassen sich viele Künstler in eine bestimmte Ecke drücken, aus der sie heraus sich versuchen rechtfertigen. Rechtfertigungen sind meiner Meinung nach sehr schwierig. Ich will mir keine Rolle zuschustern lassen und versuche daher einfach meinen eigenen Weg zu gehen. Wir sind nicht links oder rechts, wir sind deutsche Patrioten!

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Auf Instagram sieht man bei dir unter anderem auch das DDR-Wappen in einem Video, wenn es um Heimat geht. Was bedeutet die DDR für dich in diesem Zusammenhang?

Die DDR war und ist in gewisser Weise noch immer meine Heimat und auch meine Sozialisierung hat dort stattgefunden. Neben vielen, schönen Erinnerungen an meine Kindheit bin ich allerdings direkt an der Mauer zu Westberlin groß geworden und kenne also auch ganz klar die Schattenseiten der DDR. Nichtsdestotrotz hatte ich – und ich glaube, da kann ich auch von „wir“ sprechen – eine unheimlich unbeschwerte Kindheit. Es gibt viele Dinge, die ich mir von der DDR wünschte, dass sie hier umgesetzt werden könnten. Unter anderem einen völlig unverkrampften und respektvollen Umgang mit Heimat und Patriotismus.

Jedes Land darf seine eignenen Entscheidungen treffen

Immer wieder stößt man in euren Liedern auf politische Botschaften. In dem heute prophetisch klingenden Lied „Unsere Kraft“ singst du etwa: „Unser Land das kriegt ihr nicht!“ Was und wer ist damit gemeint?

Ich singe da über meinen Vater, der sein ganzes Leben lang hier gearbeitet hat und kaum mehr seine Miete bezahlen, geschweige denn von seiner Rente leben kann. Gleichzeitig werden Millionen Kulturfremde ins Land geholt. Das wird auf Dauer nicht funktionieren.

Und schon wieder kann ich die DDR als positives Bespiel nennen, denn dort wurden Studenten, beispielsweise aus Mosambik oder Vietnam bei uns an den Universitäten oder den Betrieben ausgebildet und in Folge dessen qualifiziert, teilweise sogar hochqualifiziert, in ihre Länder zurückgeschickt. Zum einen konnten sie dort an der Entwicklung ihrer Heimat vor Ort aktiv mitarbeiten und zum anderen schaffte man dadurch eine friedliche Möglichkeit für zukünftige Handelsbeziehungen. Ich bin für eine friedliche Völkerverständigung auf Grundlage des voneinander Lernens. Und natürlich auch dafür, dass jedes Land eigenen Entscheidungen treffen darf. Ich halte nichts von der Idee, konzernregiert zu sein. Ich möchte gefragt werden zu essentiellen Themen, wie Zuwanderung und dem damit verbundenem Zugriff auf unser Sozialsystem, oder dem Auflösen von Nationalstaaten.

Vielen Deutschen gilt inzwischen die AfD als Hoffnung für eine Korrektur in diese Richtung. Vor kurzem hat diese Partei in Sachsen die CDU in den Umfragen zeitweilig überholt. Was kann deiner Meinung nach die ostdeutsche Partei-Spitze der AfD noch erfolgreicher machen?

Die ostdeutsche AfD sollte sich schnellstmöglich von der Meuthen-AfD in Westdeutschland abspalten, noch vor den Wahlen! Viele Wähler in Ostdeutschland wünschen sich klare Kante und Worte, sie begreifen sich auch noch als Volk sowie Gemeinschaft, die mitbestimmen möchte und nicht nur irgendwie verwaltet wird. Das hatten sie nämlich alles schon!

Die AfD in Ostdeutschland könnte zur westdeutschen AfD das sein, was die CSU für die CDU ist – als eigene Partei. Trotzdem können also beide Parteien eine Wahlgemeinschaft bilden. Wenn die AfD in Ostdeutschland noch deutlicher eigene, klare Positionen vertritt und sich uneingeschränkt an die Spitze der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen stellen würde, wäre sie schnell bei mindestens 40 Prozent! 

Durch die aktuellen Corona-Maßnahmen werden Konzerte in Deutschland unmöglich. Welche Pläne habt ihr für die Zukunft? Habt ihr schon ein neues Album geplant?

Wir arbeiten an neuen Liedern, das passt also gerade ganz gut, jetzt mal alle Ideen umsetzen zu können. Die ersten Konzerte sind vorsichtig für den Herbst geplant.

Musik von Sacha Korn und seine Social-Media-Kanäle finden sich hier: www.sachakorn.de

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