Bereits am 8. Dezember erschoss die albanische Polizei den 25-jährigen Klodian Rasha. Sein Vergehen: Er hatte die Corona-Ausgangssperre missachtet. Die Mainstream-Medien haben sich nahezu kollektiv dazu entschlossen, über den Vorfall zu schweigen. Den Albanern sind die Reaktionen im Ausland unterdessen völlig egal – seit Tagen kommt es zu Unruhen. Diese kippen auch ins religiöse – neben dem Protest gegen sinnlose Polizeigewalt und die Regierung werden christliche Symbole wie Weihnachtsdekoration  attackiert und verbrannt.

Von Willi Huber

In einem Land, das seit 2014 als Beitrittskandidat der Europäische Union gilt, hat die Regierung ein Tabu gebrochen, das die Länder Europas erschüttern müsste. Die Polizei hat am 8. Dezember auf offener Straße einen unbewaffneten Mann erschossen, weil er die Corona-Ausgangssperren missachtete. Getötet aufgrund der von Medien und Regierenden erzeugten Panik vor einem Virus, das statistisch nachweislich nicht schlimmere Folgen als die saisonale Grippe hat.

Erschossen wegen künstlich aufgebauschter Hysterie

Dabei ist wie bei allen hysterischen Auswüchsen in der vorgeblichen Bekämpfung einer behaupteten Pandemie festzuhalten, dass der Mann mit großer Sicherheit weder krank noch infiziert noch infektiös war. Dafür kann man im Jahr 2020 also von staatlichen Institutionen getötet werden. Wer glaubt, dass dies innerhalb der Europäischen Union nicht möglich wäre, irrt. Der deutsche SWR erklärte seinen Lesern bereits im September, dass die Polizei gegen Quarantänebrecher die Schusswaffe einsetzen dürfe. Ordnung muss eben sein, im besten Deutschland, das es je gab.

Eisernes Schweigen in nahezu allen Mainstream-Medien

Wir sind zwar keine Freunde der linkstendenziös anmutenden Blattlinie des Standard, im vorliegenden Fall muss man aber mit Respekt anerkennen, dass es sich um das einzige Mainstream-Medium des Landes handelt, welches sich redlich um Berichterstattung bemüht hat. Ein kurzer Bericht dazu findet sich ebenso im Migrantenmagazin „Kosmo“. Ansonsten herrscht schweigen im Blätterwald, auch der ORF und seine Wahrheitsagentur APA haben offenkundig wenig Interesse daran, die Bevölkerung „zu beunruhigen“. Vielleicht hält man den Vorfall ja auch für nicht so wichtig, nur von „regionalem Interesse“ – wie bei ähnlichen Nachrichtenverweigerungen in der Vergangenheit bereits argumentiert wurde.

Albanisches Volk zürnt

Die sinnlose Tötung des 25-jährigen Klodian Rasha führt in Albanien seit mehreren Tagen zu gewalttätigen Ausschreitungen mit mehreren Verletzten und diversen Sachschäden. Die Wut der Demonstranten richtet sich dabei nicht nur gegen die Regierung und die von vielen als überzogen erachteten Corona-Maßnahmen. Bei der Gelegenheit werden im islamisch dominierten Albanien auch christliche Weihnachtsdekorationen zerstört und angezündet. Unter dem so genannten „Hashtag“ #albanianlivesmatter deklarieren die Protestierenden, dass auch das Leben von Menschen mit etwas hellerer Hautfarbe wertvoll ist. Diese Ansicht hat sich speziell in politisch linken Kreisen bis heute noch nicht durchgesetzt.

Sozialistische Quasi-Diktatur

Albanien steht unter der Alleinherrschaft der Sozialistischen Partei, der direkten Nachfolgeorganisation der marxistisch-leninistischen Arbeitspartei welche von 1944 bis 1990 in Form einer Diktatur regierte. Die heutige SP ist Vollmitglied in der Sozialistischen Internationale. Nachdem die Albaner bei der letzten Wahl von Diktatur nicht genug bekommen konnten – oder das Wahlgeschehen so „fair“ und „demokratisch“ ablief wie in manch anderen Nationen – wird das Land mit 74 zu 66 Abgeordneten per absoluter Mehrheit von den Sozialisten regiert. Diese tragen somit auch die Alleinverantwortung für alle Corona Maßnahmen und letztendlich die Tötung des unbewaffneten Klodian Rasha. Die nächste Parlamentswahl findet übrigens am 21. April 2021 statt und wird in Folge der aktuellen Ereignisse sicher sehr interessant. Selbst die EU-Kommission beschäftigte sich intensiv mit der Frage des institutionalisierten, massiven Wahlbetrugs in Albanien. Wo Sozialismus draufsteht ist eben das Welt- und Menschenbild des Sozialismus drinnen, wo das Leben Einzelner keinen Wert hat. Es wurde aber auch ein weiteres Mal klar, dass Untaten sozialistischer Regimes in der Mainstream-Berichterstattung keinen Platz haben.

Berichterstattung bei Alternativmedien

Weiterführende Information zu den Vorfällen erhält man unter anderem bei alternativen Medien wie RT.