Nach einer Schießerei in Leipzig konnte nun ein mutmaßlicher Täter ausgeforscht werden. Der Verhaftung entzog der sich durch Flucht.

Am Nachmittag des 9. April wurde die Polizei telefonisch informiert, dass auf der Eisenbahnstraße, in Höhe der Hausnummer 71, in Leipzig Schüsse gefallen sein sollen. Die vor Ort eintreffenden Beamten konnten zunächst keinerlei Feststellungen machen. Erst nach ungefähr anderthalb Stunden wurde ein 47-jähriger Staatsbürger im Umfeld des Bereiches, wo die Schussgeräusche vernommen worden waren mit schweren Verletzungen im Halsbereich angetroffen. Er wurde im Klinikum ärztlich versorgt.

Mutmaßlicher Täter auf der Flucht

Die Ermittlungen der Polizei in dem Fall führten schließlich nach Delitzsch im Norden von Sachsen. Dort sollte heute morgen der Tatverdächtige Aymen Abidi durch das SEK festgenommen werden. Als das Sondereinsatzkommando jedoch die Wohnungstür mit schwerem Gerät öffneten und die Wohnung betraten, wurden drei Männer, aber nicht der Verdächtige angetroffen. Diesem dürfte die Flucht über den Balkon der Wohnung im vierten Obergeschoss gelungen sein.

Die Polizei hat aktuell keine Hinweise, dass der Tatverdächtige bewaffnet ist. Es ist aber aufgrund der Tat vom 9. April nicht auszuschließen, dass er bewaffnet und gewaltbereit sein könnte.

Er wird wie folgt beschrieben:
ca. 1,80 m groß
nordafrikanischer Phänotyp
athletisch-schlanke Gestalt
kurze schwarze Haare
spricht arabisch
Bekleidung: rote knielange Shorts mit weißen Seitenstreifen, dunkles Oberteil mit langen Ärmeln, flüchtete ohne Schuhe