In Folge des Terroranschlages von Wien führte die Polizei auch in St. Pölten und Linz Hausdurchsuchungen und Festnahmen durch. Insgesamt wurden 14 islamistische Gefährder vorläufig in Haft genommen und ihre Wohnräumlichkeiten durchsucht. In Linz filmten zahlreiche Anrainer das Geschehen. Die Polizei zeigte Stärke und rückte in mit zahlreichen Beamten an – der Zugriff verlief rasch und ohne feststellbare Gegenwehr.

Der Polizeieinsatz fand in Linz um die Mittagszeit statt. Starke Polizeieinheiten sammelten sich zunächst in der Nähe des Zielortes und marschierten dann zu der Wohnung, wo die gesuchte Person sich aufhielt. Mit dabei war eine große Ramme zum Überwinden der Eingangstür. Der Zugriff verlief laut Augenzeugen schnell und effizient, nach wenigen Momenten wurde der Verdächtige in Handschellen aus dem Haus gebracht. Gerüchten zufolge soll es sich um einen Tschetschenen handeln, dafür gab es aber von keiner Seite eine Bestätigung.

Dazu fand auch eine Pressekonferenz mit Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner, Landesrätin Birgit Gerstofer, Landesrat Stefan Kaineder und Landespolizeidirektor Andreas Pilsl statt. Pilsl berichtete von einer Verstärkung der lokalen Polizeikräfte, um auf mögliche Bedrohungen schnell reagieren zu können. So wurden an öffentlichen Plätzen mehr Streifen eingesetzt, zudem kam es zu einem verstärkten Schutz der Synagoge. Landeshauptmann Stelzer sprach von einem Anschlag gegen Freiheit, Demokratie und Frieden und forderte konsequentes Vorgehen gegen Terroristen, Landeshauptmann-Stellvertreter Haimbuchner forderte ein weiteres Mal, islamistische Straftäter konsequent außer Landes zu schaffen.

Aushebung der Terrorzellen nötig

Vizebürgermeister Markus Hein forderte unterdessen die konsequente Abschiebung amtsbekannter Islamisten. „Diese Festnahme zeigt, dass auch Linz nicht vor der Gefahr des islamistischen Terrorismus geschützt ist“, so Hein in einer Aussendung. Er forderte die Aushebung der Unterstützer dieser Tat und aller potenziellen Terrorzellen. „Amtsbekannte Islamisten müssen umgehend abgeschoben werden“, so Hein.

Weiterer Einsatz in Linz?

Gerüchte auf Sozialen Medien behaupten, dass in Linz ein weiterer großer Polizeieinsatz in Gründberg, Linz-Urfahr stattgefunden habe. Die Polizei bestätigte das auf Anfrage von Wochenblick nicht, bestätigte aber zur Mittagszeit auch den Zugriff in der Gürtelstraße vorerst nicht.