Die deutsche Politik meint immer wieder ungefragt Kommentare zu Polizeieinsätzen in fremden Ländern abgeben zu müssen. Doch ausgerechnet in Berlin wird immer brutalere Gewalt gegen friedliche Kundgebungsteilnehmer angewendet. Wie man auf den schockierenden Videoaufnahmen sehen kann, gehen Polizei-Schläger ohne jeglichen Grund mit massiver Gewalt gegen den Rechtsanwalt Markus Haintz und seine Begleitung vor. 

Kommentar von Willi Huber

Nicht nur der Umstand, dass exzessive Staatsgewalt gegen einen Rechtsanwalt ausgeübt wurde, der sich als solcher zu erkennen gab – der Mann ist zudem der Rechtsvertreter der den Corona-Maßnahmen kritisch gegenüberstehenden Querdenken-Bewegung. Die Szenen, die sich gestern in Berlin abspielten, wären einer Bananenrepublik würdig, wo irgendwelche selbstherrlichen Diktatoren auf Menschen einknüppeln lassen. Speziell in Westdeutschland hätte man sich solche willkürlichen Gewaltakte bis vor Kurzem nicht vorstellen können.

Bürger entrechtet?

Die Einsatzkräfte überfielen den Anwalt auf der Querdenken-Demonstration gegen 14 Uhr ohne ersichtlichen Anlass von hinten, schleuderten ihn zu Boden und transportierten ihn ab. Seine Begleiterin wurde angeblich wegen „Widerstandes“ angezeigt, weil sie seine Hand nicht loslassen wollte. Wer den Video-Mitschnitt sieht, glaubt sich einmal mehr im falschen Film zu befinden. Die Zeiten, in welchen deutsche Bürger Rechte hatten, sind wohl ein für alle Mal vorüber.

Die Verhaftungs-Orgien vom Sonntag waren offenbar von höchster Stelle angeordnet und geplant, da die Polizei extra einen großen Bereich zur Abarbeitung dieser Maßnahmen eingerichtet hatte. Die systemtreuen Medien, welche von Kritikern häufig mit dem Begriff „Lügenpresse“ tituliert werden, schreiben in ihrer Berichterstattung von „Ausschreitungen“. Dabei wurde auch ein neues Vokabel erfunden: die Teilnehmer der Querdenken-Demonstration wären „verschwörungsideologisch“. Was aus dem verlinkten Bericht von t-online allerdings zweifelsfrei hervorgeht ist der Umstand, dass auch linksextreme Schlägertruppen auf friedliche Demonstranten losgingen, unter denen sich viele ältere Menschen und Familien mit Kindern befanden.

Intensivkriminelle werden in Berlin gestreichelt

Die extreme Polizeibrutalität in Berlin muss auch in Kontext mit der Vorgangsweise gegen arabische Clans und Drogenhändler gesehen werden, beispielsweise im Görlitzer Park. Während man gegen Intensivkriminelle mit Samthandschuhen vorgeht und ihnen statt Festnahme und Anklage fixe Verkaufsplätze für ihre illegalen Tätigkeiten zuweist, sieht man kein rechtsstaatliches Problem darin, gegen Systemkritiker massive Gewalt anzuwenden.