Der ehemalige Nationalratsabgeordnete und nunmehrige Polit-Blogger Gerald Grosz veröffentlichte heute das brisante Schreiben eines Polizisten. Dieser schildert, was viele bereits vermuteten: So habe die Polizei am Samstag seiner Schilderung nach den Befehl erhalten, die Demonstration einzukesseln. Das Ziel aus seiner Sicht: Die Eskalation einer – wie er bestätigt – zuvor friedlichen Demonstration!

Das Schreiben des Polizisten im Wortlaut:

“Ich schicke voraus, ich bin kein Anhänger des Herrn Kickl wiewohl er seit Innenminister aD Franz Löschnak der letzte Ressortchef war, der für die Infrastruktur der Polizei was getan hat. Ich bin Mitglied der FSG*, seit mehr als drei Jahrzehnten.

„Ein solches Klima, wie nun in unserem Bereich der Exekutive vorherrschend, habe ich selbst unter Ernst Strasser nicht erlebt. Am vorigen Samstag fanden in Wien, wie Ihnen bekannt sein dürfte, die Demonstrationen gegen die Regierung und ihre Corona-Politik statt.
Der Zwischenfall auf der Oberen Donaustraße, Gebäude Wiener Städtische, wir nun medial diskutiert. Was in keiner Zeitung zu lesen ist und was ganz offensichtlich vertuscht werden soll ist die Tatsache, dass wir den Befehl hatten, den vom Prater zurückkommenden Demonstrationszug anzuhalten.

Man kann auch von Einkesseln sprechen. Und ich werde nicht den Verdacht los, dass dies nur aus einem Grund geschah, den an sich vergleichsweise friedlichen Demonstrationstag eskalieren zu lassen. Sie sehen Herr Grosz, hier werden Ämter der Republik dazu missbraucht, um parteipolitisch zu agitieren. Und dazu kann und will ich nicht mehr schweigen.

Herr Nehammer hat aus seiner Rolle als Generalsekretär der türkisen Truppe rund um Kurz nie herausgefunden. Er ist eine Schande für das Ressort.

Thematisieren Sie dies!

Hochachtungsvoll”

* Sozialdemokratische Gewerkschafter in der Polizei

Brisantes Schreiben: WOCHENBLICK bleibt dran!

Das Schreiben ist von hoher Brisanz und bestätigt, was viele befürchteten. So führte die Eskalation der Demonstration am Samstag bekanntlich zu unzähligen Anzeigen auch zu mehreren Verletzten.
Viele vermuteten bereits, dass es sich um eine konzertierte Aktion der Polizei handelte, die zuvor den Befehl dazu erhielt. Der Brief an Gerald Grosz bestätigt diese These. Wurde die stundenlange Einkesselung sowie die darauf folgenden, chaotischen Zustände unter der Verantwortung des Innenministers, der den Demonstranten sowie dem Demo-Redner und FPÖ-Klubchef Herbert Kickl nun schwere Vorwürfe macht, inszeniert? Geschahen die damit einhergehenden Verhaftungen, mit teils unmenschlicher Behandlung der Verhaftete aus Kalkül?

WOCHENBLICK bleibt an der Sache dran und wird weiter über die fragwürdigen Vorgänge rund um die Eskalation bei der vergangenen Freiheitsdemonstration berichten!

Demo-Nachlese: