Das Lokal „Dots“ von Kurz-Freund Martin Ho will aufgrund des „eindringlichen Appells der österreichischen Bundesregierung“ ab Montag, 2. November, „seine Pforten schließen“. Das wurde mit einem Posting in sozialen Medien bekanntgegeben. Dieses ist kurz darauf wieder verschwunden, wurde aber von aufmerksamen Usern gesichert. Nun stellt sich ein weiteres Mal die Frage, ob Martin Ho wieder einmal vor dem Rest der Bevölkerung über Interna der Bundesregierung informiert wurde.

Als die Bundesregierung Mitte des Jahres eine Umsatzsteuersenkung für Wirte ankündigte, hatte einer die Beschlüsse schon seit Wochen umgesetzt: Im Lokal „Dots“ des Martin Ho prangte bereits der Mehrwertsteuersatz von fünf Prozent auf den Belegen, lange bevor das Parlament diese Maßnahme beschloss. Dies sorgte bereits damals für Verstimmung und eine parlamentarische Anfrage.

Aufmerksame Internetnutzer vermuten auch jetzt wieder einen „ganz besonderen“ Informationsfluss aus Kreisen der Regierung an den Gastronomen Martin Ho. Dies mutmaßt zumindest der Twitter Nutzer Maximilian W., der ein Instagram-Posting des Lokal „Dots“ mittels Screenshot festhielt. Auf diesem stand zu lesen, dass das „Dots“ ab dem 2. November seine Pforten schließe und auf Lieferservice umstellt. Martin Ho gilt seit langen Jahren als enger Freund von Bundeskanzler Sebastian Kurz. Ein weiterer Zufall?