Entschuldigen Sie gleich den vulgären Titel. Aber es ist zum Schreien, wie die Medien jetzt verhalten reagieren. Natürlich ist es verständlich, denn: Das Establishment steckt in einer Zwickmühle. Der tätliche Antisemit von Graz ist ein syrischer Staatsbürger. Anstatt die Republik nun in den moralischen Ausnahmezustand „gegen rechts“ zu schicken, verhalten sich Politik und Medien lieber ganz ruhig. Kein Wunder: Sie sind in der Sinnkrise und ihre falsche Politik ist eine Sackgasse.

Ein Gastkommentar von Stefan Magnet

Antisemitismus ist laut Wikipedia zu übersetzen mit pauschaler Judenfeindschaft und Judenhass. Über die Richtigkeit mag man streiten, medial wird sie jedenfalls so verwendet.

Aufschrei, Demo, Solidarität

Als am Wochenende der Vizepräsident der „Israelitischen Kultusgemeinde Österreichs“, Elie Rosen, in Graz tätlich attackiert wurde, war die Empörung natürlich groß. Solche Attacken hätten in der heutigen Zeit nichts verloren und damit haben die Berufsempörten mal ausnahmsweise recht, wenngleich ihre moralische Leier unerträglich geworden ist. Die „nie wieder“-Rufe aus der immer selben linksextremen Ecke begannen sofort zu erschallen, eine spontane Demo gegen „Rechtsextremismus“ und Antisemitismus suchte in Graz ihren Weg und weite Teile der Berufsempörten schalteten in den Ausnahmezustand.

Was wäre, wenn Täter „Rechtsextremer“?

Und dieser Ausnahmezustand wäre auch gesamtösterreichisch eingetreten, wäre der nun gefasste Täter ein Rechter, ein Burschenschafter, ein FPÖler, ein Liebhaber der Kandidatin 17 der „Liste Strache“ oder ein Nachbar eines Identitären. Oder zumindest ein Österreicher, selbst wenn er – wie der damals gefasste Briefbomber Franz Fuchs – ein Kommunist gewesen wäre: In dieser Frage sind die Österreicher, selbst in den Augen verbissenster Antideutscher, echte Bio-Deutsche, denen die amaleksche Feindschaft zum jüdischen Leben angeboren sei, von Tilsit bis Klagenfurt.

Und da man hieraus und aus der jüngeren Geschichte seine Lehren ziehen müsse, müsse alles Rechte bekämpft werden. Und die Gelder im „Kampf gegen rechts“ müssten natürlich aufgestockt werden, Sondersendungen im TV inklusive, Sonderauflagen bei den Medien und so weiter.

Was macht nun unser VdB?

Um den Bundespräsidenten und ehemaligen Grün-Parteichef Van der Bellen war es in den letzten Monaten erstaunlich ruhig. Corona-Zwangsmaßnahmen und mutmaßliche Verfassungsbrüche riefen ihn selbstredend nicht auf den Plan. Zum tätliche Angriff auf den Vizepräsidenten der „Israelitischen Kultusgemeinde Österreichs“ meldete er sich aber prompt zu Wort, verurteilte die Attacke „aufs Schärfste“: „Judenhass und Antisemitismus haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Meine Solidarität gilt allen in Österreich lebenden Jüdinnen und Juden.“

Was ist nun aus der Sicht von VdB die logische Konsequenz? Die Österreicher haben kein Problem mit Antisemitismus. In den hiesigen Kirchen gibt es keinen einzigen Pfarrer, der Jüdinnen oder Juden oder die jüdische Religion oder Israel kritisieren würde. In vielen radikalen Islamgemeinden ist das gänzlich anders. Wird VdB diese nun auflösen oder zumindest kritisch unter die Lupe nehmen, da sie laut seiner Aussage „keinen Platz in unserer Gesellschaft“ haben? Oder ist islamistischer Antisemitismus legal?

Verirrte islamische Einzeltäterlein

Die Doppelmoral, wie Medien und Politik mit solchen Vorfällen umgehen, ist einfach unerträglich. Aber verständlich.

Denn werden antisemitische Straftaten (diesen Straftatbestand gibt es noch nicht, aber beispielhaft eine Körperverletzung gegen einen IKG-Vertreter oder eine Beschädigung einer Synagoge könnte man so bezeichnen) von Einheimischen begangen, werden sie im „Kampf gegen rechts“ instrumentalisiert. Die Täter sind dann nur Ausdruck einer allgemein latent vorhandenen Gefahr und somit nur die Spitze des Eisbergs.

Sind die Täter Islamisten, steckt das Establishment in der Zwickmühle: Die unter Willkommensrufen herbei geklatschten Goldstücke sind gottgleich fehlerfrei. Wenn Einzelne Splitterbomben basteln und Partys sprengen, mit Lastkraftwagen in Weihnachtsmärkte rasen oder unschuldige Kinder vor den Zug schubsen, oder tausende Einzelne Frauen bedrängen und vergewaltigen, dann sind das noch immer Einzelne. Ausreißer. Einzeltäterlein.

Man kann deshalb nicht gleich auf einen größeren Zusammenhang schließen, so das Narrativ der Willkommensklatscher, welches man sich demnächst mit der Erweiterung der Strafgesetze juristisch absichern wird, damit nie wieder jemand öffentlich widersprechen kann.

Falsche Ausländerpolitik!

Lassen Sie sich deshalb meinen Widerspruch heute noch gefallen. Denn solche Zeilen dürften demnächst von der Zensur bestraft werden. Und deshalb frei heraus: Die falsche Ausländerpolitik spätestens seit der 1990er Jahre und der seit 2015 anhaltende Massenimport bringt nicht nur arabischen Flair, neue Gläubige für die Moscheen und südländische Speisen. Es werden auch Moral- und Wertvorstellungen importiert, die als „importierte Probleme“ übersetzt werden müssen. Wer Andersgläubige verprügeln möchte, wer unzüchtige Frauen verprügeln möchte, wer Ungläubige verprügeln möchte (und verprügeln ist meist nur die gelindeste Form der gedachten Bestrafung), der wir in Mitteleuropa auf grundlegend gegensätzliche Ansichten stoßen. Hier ist so etwas unerwünscht. Hier ist so etwas verpönt. Wer solche Entwicklungen dennoch fördert, stiftet entweder basierend auf grenzenloser Dummheit, – oder, und das unterstelle ich – absichtlich Unruhe und Chaos. Weitsichtige, humanistisch gesinnte Denker, ob diese nun jüdisch, muslimisch, christlich oder frei von mosaischer Religiosität sind, warnen seit Jahren vor einer falschen Migrationspolitik, vor einem toxischen Völkermix, vor einer Durcheinanderwirblung der Werte und Grundhaltungen, denn diese züchten exakt solche Vorfälle empor. Wer fasst dieses heiße Eisen an?