Vergessen Sie „Message-Control“. Was unsere Bundesregierung derzeit betreibt, ist nur noch die reine „Damage-Control“. Weil die PK-Verordnungen eben wahrscheinlich doch nicht so ganz mit unserer Verfassung vereinbar sind.

Ein Kommentar von René Rabeder

Nur ein Missverständnis

Am Montag hat das Gesundheitsministerium des grünen Rudi Anschobers klargestellt, dass private Treffen trotz der seit Mitte März geltenden Ausgangsbeschränkungen natürlich gestattet sind. Eine „missverständliche Formulierung auf der Ministeriumswebseite, die ein Verbot von Besuchen bei Familienmitgliedern und Freunden nahelegt“, sei korrigiert worden.

Aha, war dann also nur ein Missverständnis, als uns Türkis-Grün zu Ostern erklärt hat, dass wir unsere Omas nicht besuchen dürfen. Den vom türkisen Kanzler gewünschten Zweck hat die Übung aber trotzdem erfüllt. Unsere Omas hatten Angst. Um mehr ging es scheinbar ohnehin nie.

Wie wir Ostern nicht bei Oma war´n, gibt´s jetzt auch keinen Ramadan

Diese Zeilen habe ich an anderer Stelle vor Tagen in den Wind gereimt.
Alhamdulillah! Rechtzeitig zum Fastenmonat der Moslems, die abends in großen Familienverbänden dieses Fasten gerne brechen, klärt die weise Bundesregierung unseren großen Irrtum auf.

Es gab doch niemals ein Verbot und die „Verkehrsbeschränkungen“ beschränken sich freilich nur auf öffentliche Orte. „Der private Bereich ist davon nicht umfasst“.

Spiel mit der schwarzen Angst

Ich möchte an dieser Stelle auch mit Ängsten spielen. Aber natürlich nicht mit denen der Bevölkerung, sondern mit der größten Angst der Kurz-ÖVP: Der Angst vor dem Machtverlust. Seien Sie versichert, lieber Herr Bundeskanzler – die Antwort der Wähler wird viel klarer und unmissverständlich formuliert sein, als Ihre mutmaßlich verfassungswidrigen Maßnahmen es jemals sein konnten …