mainstream medien regierungsinserate
Beim "Falter" hat man sich zwar noch nicht für eine "Festung Europa" offiziell ausgesprochen, aber hier werden erste Annäherungsversuche deutlich.

Erstaunlich: Eigentlich linke Mainstream-Medien scheinen derzeit etwas verkrampft – aber doch sehr bemüht – zu versuchen, sich der türkis-blauen Bundesregierung anzubiedern. Medien-Insider vermuten, dass es vor allem um die Rückgewinnung wichtiger Steuergeld-Millionen für Regierungsinserate geht. Denn diese wurden von Schwarz-Blau bereits massiv gekürzt („Wochenblick“ berichtete).

Ein Kommentar von Rene Rabeder


Zu Besuch beim „Neofeschisten“ und „Dolm“

So versuchte laut der „Kronen-Zeitung“ eine Redakteurin des „Falters“, der seine Wurzeln in der linksextremen Hausbesetzerszene hat, tagelang vergeblich sich beim Kanzleramt eine Einladung zum „Kanzlerfest“ zu erbetteln. Dass Bundeskanzler Sebastian Kurz bei ihrem Brötchengeber mitunter als „Dolm“ und „Neofeschist“ bezeichnet wurde, spielte für die „Falterin“ keine Rolle.

Uneingeladen stiefelte die Journalistin trotzdem zum Palais Schönburg und bettelte vor Ort um Einlass. Die Organisatoren ließen sich letztendlich doch erweichen und ermöglichten der Dame, sich ihren scheinbar größten Traum, nämlich einmal die Hand des Kanzlers zu schütteln, zu erfüllen. Es handelte sich dabei nicht um den einzigen mutmaßlichen Versuch des „Falters“, sich den Positionen der Regierung anzunähern. Auch Chefredakteur Florian Klenk unterstützte bereits öffentlich eine Position von Kanzler Kurz („Wochenblick“ berichtete) und näherte sich mehrfach Regierungspositionen an.

falter linksextrem
Mit diesem Titelbild bekannte der umstrittene „Falter“ während der Bundespräsidentenwahl klar Flagge gegen FPÖ-Kandidat Norbert Hofer. Jetzt sucht man offenbar wegen Inseraten-Einbruchs händeringend den Kontakt zur Regierung.

„Festung Europa“ im Standard

Beim zartrosa „Standard“ gibt man sich zwar noch nicht öffentlich einem Personenkult um den Regierungschef hin, lässt aber mittlerweile Gedanken an eine „Festung Europa zu und spricht von „Asyl-Tourismus“. „Notwendig ist ein lautes Signal an alle potenziellen Migranten: Europas Grenzen sind dicht„, schreibt „Standard“ Autor Eric Frey in seinem Artikel und fährt noch fort:

„Dafür braucht es nicht nur einen verstärkten Grenzschutz, sondern auch ein System, bei dem die Rettung aus dem Meer keinen Eintritt nach Europa ermöglicht.“ Sogar die unter Linken sofort zu hysterischer Hyperventilation führende „australische Lösung„, Asylwerber in Lager weit weg von der Wunschdestination zu bringen, führt Frey ins Rennen.

Wütende „Hass-Hanna“

Für „Vice“-Autorin Hanna Herbst ist so viel Realismus im linken Blätterwald zu viel des Guten. Die an sich hübsche „Hass-Hanna“, die bereits meinte, Österreich „sollte einfach nicht existieren“, findet es schlichtweg „menschenverachtend“ und ortet ein Einknicken der Medien unter einer „rechtspopulistischen“ Regierung.

Dialog statt Hass

Vielleicht würde es der wütenden Hanna auch einmal gut tun, es ihrer Kollegin vom „Falter“ gleich zu tun, und beispielsweise unserem Andreas Gabalier, gegen den sie zuletzt auch wetterte („Wochenblick“ berichtete), einfach mal die Hand zu schütteln!