Protest in Italien: Migranten fordern Designerkleidung
Ende 2016 gingen afrikanische Migranten in Venedig auf die Straße und forderten Markenkleidung. Die von der Caritas zur Verfügung gestellte Kleidung genügte ihnen offenbar nicht.

Afrikanische Migranten gingen kürzlich in Venedig aus Protest auf die Straße und blockierten den Verkehr, weil sie … Designerkleidung wollten!

Sie forderten Armani, Boss und Pirelli-Schuhe, denn was die Caritas ihnen zur Verfügung stelle, sei keine Markenkleidung.

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Normale Kleidung genügte nicht

Auch das Essen wurde beanstandet. In Sprechchören beklagten sie sich auf Englisch vor dem Hotel, dass sie nicht ständig Pasta und Reis wollten, das sei ungesund, vor allem für ihre Kinder. Das Hotel sei außerdem wie ein Gefängnis, die Fenster seien mit Vorhängeschlössern gesichert und man gehe überhaupt nicht auf ihre individuellen Bedürfnisse ein. Verschiedene internationale Medien berichteten über diese Fälle. 

Lorenzo Chinalleto, dessen Sozialgenossenschaft Onlus die 40 Migranten im Hotel Byron in der Provinz Venedig betreut, versteht die Welt nicht mehr. „Sie kamen mit der Vorstellung nach Italien, dass es hier Asyl-Empfangssysteme wie in Nordeuropa gibt. Als sie ankamen, gaben wir ihnen normale Kleidung. Sie hatten nichts dabei, aber jeder hatte ein Smartphone“.

Ins Luxushotel verlegt

Wie die Zeitung „Il Gazzettino“ berichtete, kommen die Migranten vorwiegend aus Senegal, Nigeria, Somalia, Mali und Ghana.

Immer häufiger liest man in italienischen Schlagzeilen von ähnlichen Zwischenfällen. Im Mai kam es zum gewalttätigen Protest einer Gruppe „unbegleiteter Minderjähriger“. Sie wollten weg aus dem sizilianischen Ort Fondachelli Fantina, weil sie dort „zu wenige Unterhaltungsmöglichkeiten“ hätten. Nachdem sie das Empfangszentrum komplett zertrümmerten, wurden sie vom Innenminister in ein Luxushotel verlegt.

Italiener wurden brutal beschimpft

Im Juni protestierten Migranten, die in einem kleinen Ort auf Sardinien untergebracht waren mehrere Tage lang, weil sie besseres Essen wollten, einen Fernseher für jedes Zimmer und einen Bus, der sie täglich in die Inselhauptstadt Cagliari bringt. Die Spannungen im Ort kochten hoch, als die Migranten mit Stöcken randalieren gingen. Die Bevölkerung wurde als rassistisch und ausländerfeindlich beschimpft. Der Regionaldirektor der sardischen Aktionspartei Marcello Orrù, sagte, so ein Verhalten sei völlig inakzeptabel. Wenn die Migranten all diese Annehmlichkeiten haben wollen, sollen sie besser wieder nach Afrika zurückgehen.

Kornelia Kirchweger

Dieses Schock-Video dokumentiert die Vorfälle am Hotel Byron:

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