Fast ein Dreivierteljahr nach der bestialischen Bluttat im nördlichen Mühlviertel beginnt am heutigen Mittwoch in Linz der Prozess gegen den mutmaßlichen afghanischen Doppel-Mörder. 

Zuletzt hatte Jamal A. mit mangelnder Reue für negative Schlagzeilen gesorgt. Wie Wochenblick erst vor zwei Wochen berichtete, gibt dieser nämlich seinen Opfern eine Mitschuld an deren Tod und ist der Ansicht: „Nur Allah kann über mich richten“.

Spektakuläre Flucht nach brutalen Taten endete in Linz

Tatsächlich wird lange vor der Entscheidung des Gottes ein gar menschlicher Richter am Landesgericht Linz ein Urteil über den streng gläubigen Muslim fällen. Dieser gestand kurz nach den Messermorden, diese begangen zu haben. Allerdings hätte er die beiden gar nicht umbringen, sondern nur erschrecken wollen. Ein Gutachten attestiert dem Mann zwar eine Wahnerkrankung, allerdings auch Zurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt.

Mitte Oktober hatte Jamal A, damals 33-jährig, auf seinen Asylbetreuer eingestochen, der Rotkreuz-Mitarbeiter verlor den Ringkampf mit dem Tod wenige Tage später. Um sich ein Fluchtauto zu beschaffen, erdolchte er schließlich auch noch den Altbauern Franz G. vor dessen Garage. Damit raste er dann von Wullowitz (Gde. Leopoldschlag/FR) nach Linz, ehe ihn eine Panne stoppte.

Illegal eingereister Afghane schon zuvor auffällig

Der fürchterliche Vorfall sorgte nicht nur wegen seines blutigen und sinnlosen Ablaufs für bundesweite Bestürzung und Debatten. Wochenblick-Leser forderten damals auch politische Konsequenzen. anstatt als Integrationslandesrat zurückzutreten, wurde Rudolf Anschober dann aber wenige Monate später Gesundheits- und Sozialminister…

Übrigens: Viele Bürger sind sicher, die unfassbare Tat hätte womöglich verhindert werden können. Der Afghane war 2015 mithilfe von Schleppern illegal eingereist und schaffte es schon einige Zeit vor der Bluttat in die Schlagzeilen, als er auf dem Gelände einer Fahrschule völlig durchdrehte. Trotzdem durfte er unbehelligt im Land bleiben.