Wladimir Putin wurde bei den russischen Wahlen am Sonntag erneut als Präsident bestätigt. Der 65-Jährige erhielt nach ersten Informationen (Stand 19:04 Uhr) 77 Prozent der Stimmen. Erstmals konnten auch die Bewohner der Krim mitwählen. Die EU will indes die Wahl nicht anerkennen.

Wladimir Putin beginnt nach den Wahlen bereits seine vierte Amtszeit im Kreml. Die Wahlbeteiligung war verhältnismäßig hoch.

Russische Medien berichten: „Nach Auszählung von 21,33 Prozent der Wahlzettel führt Wladimir Putin. Nach vorläufigen Angaben der Zentralen Wahlkommission konnte der amtierende Staatschef 77 Prozent der Simmen auf sich vereinen.“

CNN-Beobachter begeistert

„Das haben wir nicht erwartet“, sagte der CNN-Korrespondent Matthew Chance, nachdem er in Moskau ein Wahllokal besucht hatte. „Wir dachten, dass die Stimmungen eher apathisch sein würden. In Wirklichkeit, zumindesten in diesem Wahllokal im Zentrum von Moskau, laufen die Wahlen ziemlich lebhaft ab“.

Auch an den „Wochenblick“ übermittelte Stimmungsberichte von der Krim oder aus Sibirien (Omsk) zeigen eine gute Stimmung.

Wahlbetrug führt sofort zu Konsequenzen

Immer wieder wurde von verschiedener Seite von Wahlbetrug berichtet. Tatsächlich führten dokumentierte Fälle sofort zu Konsequenzen. Im Wahllokal 1480 in der Stadt Ljuberzy bei Moskau konnte dank den in allen Wahllokalen installierten Live-Webcams der erste ernsthafte Verstoß bei den russischen Präsidentschaftswahlen festgestellt werden.

Die gesamte Leitung der Wahlkommission des betroffenen Wahllokals wurde auf der Stelle abgesetzt, die entsprechende Wahlurne wurde versiegelt, alle Wahlzettel darin wurden annulliert.

Hacker-Angriffe

Außerdem teilte die Wahlkommission mit, dass es zu zahlreichen Hackerangriffen und sogenannten DDos-Attacken aus anderen Ländern kam, um die russische Wahl zu manipulieren.

EU will Ergebnis nicht anerkennen

Erstmals dürfen auch die Krim-Bewohner ihre Stimme bei der russischen Präsidentschaftswahl abgeben. Die Wahl findet am vierten Jahrestag des Krim-Anschlusses statt. Insgesamt waren knapp 1,5 Millionen Menschen auf der Krim zur Stimmabgabe aufgerufen.
Die EU will das Ergebnis dort nicht anerkennen.