Die „Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems“ (KPH), die für die christliche Lehrerausbildung zuständig ist, schreibt Islam-Planstellen aus und möchte künftig eine eigene Islam-Ausbildung anbieten. Das ist aus mehreren Gründen einzigartig: Erstens wird dieser Islam-Unterricht mit 1,5 Millionen Euro vom Staat bezahlt. Zweitens hat sich die Kirchliche Hochschule als Partner für dieses Vorhaben eine Vereinigung ins Boot geholt, die im Verdacht steht, ein Naheverhältnis zur eindeutig extremistischen Muslimbruderschaft zu haben.
In einer Presseinformation heißt es: Der „Private Studiengang für die Ausbildung islamischer ReligionslehrerInnen an Pflichtschulen“ (IRPA) erhält künftig den Status eines Instituts an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems (KPH Wien/Krems).
Die Leitung der kirchlich-pädagogischen Hochschule ist erfreut, der „Dialog der Religionen“ sei eine „große Chance“. Und das Modell sei erst der Anfang, denn „die Kooperation soll Modellcharakter für ganz Europa haben“. Dies dürften zumindest radikale Islamisten ebenso sehen, denn die genannte IRPA hat beste Verbindungen zu der in Ägypten als terroristische Vereinigung verbotenen Muslimbruderschaft. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Querverbindungen.

Radikal-Islamistisch

Schon die Leiterin des IRPA-Studienganges ist einschlägig bekannt. Mag. Amena Shakir, früher Amena El Zayat, leitete bis 2002 die Deutsch-Muslimische Schule in München. Der Trägerverein der Schule war laut deutschem Verfassungsschutz „ein Tarnverein der ägyptischen Muslimbruderschaft in Deutschland“. Ihr Bruder Ibrahim El Zayat soll sogar der Chef der deutschen Muslimbrüder gewesen sein. In München scheiterte der Unterwanderungsversuch: Der Verfassungsschutz schritt ein und die Schule musste geschlossen werden.
Doch die Leiterin der IRPA ist mit ihrer Nähe zur Muslimbruderschaft nicht allein. Gemäß dem Bericht des Religionspädagogen Ednan Aslan ist der Syrer Aiman Morad überzeugter Muslim-Bruder und zugleich Finanzdirektor der IRPA.
Radikale Islamlehrer: Ausbildung vom Steuerzahler finanziert! 1

Keine Gefahr?

Der kürzlich erschiene Verfassungsschutzbericht 2015 warnt vor radikal-islamistischem Fundamentalismus. Besonders die zunehmende Abschottung und das Zurückziehen in eigene, radikalisierte Kreise, sehen die Staatsschützer kritisch. Dennoch findet die kirchlich-pädagogische Hochschule nichts dabei, die radikal-islamische Muslimbruderschaft über Umwege in christliche Ausbildungsinstitute zu holen. Die satten staatlichen Förderungen hat man wohl doch lieber im eigenen  Haus. Ein paar radikale Islam-Prediger nimmt man dafür wohl gerne unter die Fittiche…

 

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