Der ehemalige Flüchtlingskoordinator unter SPÖ-Kanzler Werner Faymann und einstige Bankenmanager Christian Konrad wurde vergangenen Sonntag in der ZiB-2 interviewt. Flüchtlinge und Menschen, die fremd sind, würden nicht nach Österreich kommen, da wir sie so schlecht behandeln.

Unter der derzeitigen österreichischen türkis-blauen Bundesregierung kamen weniger Flüchtlinge als in den vorherigen 25 Jahren. Im Jahr 2018 waren es circa 1000 Personen pro Monat. Die Mehrheit der Wähler würde sich bestimmt eine Remigration der abgelehnten und sich illegal in unserem Land aufhaltenden Einwanderer wünschen. Herr Konrad appelliert dagegen auf ein liberaleres Bleiberecht.

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Konrad blendet Fakten einfach aus

Die Ablehnung der bisherigen Willkommenskultur war für ihn nur ein „Lächeln“ wert. Konrad spricht im Interview über „Menschen, die Schutz und Hilfe suchen“ und will „die Menschlichkeit zum Durchbruch bringen.“ Das Faktum, dass mehr als 75 Prozent keine stichfesten Gründe für Asylanträge vorweisen können und Österreich aufgrund des Dublin-Abkommens für keinen einzigen Einwanderer zuständig wäre, übergeht Konrad gekonnt.

Österreich hat „schlechte Politik der Unterbringung“

Er führt weiter aus, dass „die Wirtschaft dieses Landes immer wieder Zuzug“ braucht, denn „die Integration dieser Menschen ist nicht nur eine soziale Frage, sondern vor allem auch eine stark ökonomische“. Österreich braucht jedoch nicht einen weiteren Zuzug von Menschen, die aus genau jenem Kulturraum kommen, die seit Dezember fünf Frauen ermordet haben. Aber Konrad denkt, dass es Kriminalfälle leider immer gegeben hat: „Ich sehe nicht, dass Afghanen oder Syrer alle potentielle Verbrecher sind. Das ist alles nicht wahr.“ Auf die Frage, warum arabische Migranten in der Kriminalitätsstatistik weit an der Spitze liegen, entgegnet Christian Konrad: „Das hängt damit zusammen, dass eine schlechte Politik der Unterbringung gemacht wurde. Wenn ich 40 junge Menschen in ein Haus sperre und ihnen den Ausgang verweigere, dann kommen sie auf Ideen.“