hat das "Schwarze Schaf" auch bald wegen angeblichem Rassismus ausgedient?

Die Diskussion über Rassismus nimmt immer groteskere Züge an. Auch die IT-Branche blieb von der Debatte nicht verschont. Im Internet häufen sich die Kommentare, auffällig dabei ist aber, dass es selbst in linken Zeitungen vielen Lesern zu weit geht.

Neben Denkmälern und der Bezeichnung Mohr ist noch vieles für linke Tugendwächter nicht aufgearbeitet. Immer wieder in den vergangenen Jahren kam es auch im Bereich der Softwareentwicklung zu Gesprächen über die Verwendung problematischer Begriffe. Nun lenken viele große IT-Firmen ein.

Neben der Linux auch Microsoft, Google, Linkedln oder Twitter. Konkret geht es um Bezeichnungen aus der Programmiersprache wie „Slave“ (Sklave) oder „Master“ (Herr). Da diese für ein brutal-rassistisches Unterdrückungssystem stünden, sollten sie zukünftig auch in Codes nicht mehr verwendet werden. Empfohlen werden stattdessen „Spare“ und „Main“.

Aber auch der sogenannten „Blacklist“ bzw. „Whitelist“ soll es an den Kragen gehen. Diese sollen künftig durch „Blocklist“ und „Allowlist“ ersetzt werden. In Foren des linken „Standard“ gibt es zu dem Thema neben Verständnis auch Wortmeldungen, die die neuen Regeln eher ablehnend oder auch humorvoll hinterfragen.

So schreibt etwa ein User: „Master und Slave geht gar nicht! Masterln und Slavln muss das gendergerecht heißen!“ Und ein anderer stellt fest: „Ich bin Master of Science. Das ist Rassismus.“ Aber die Thematik wird auch weiterentwickelt.

So wird gefragt, was jetzt mit Schach passieren soll: „Offensichtliche Diskriminierung, dass Weiß als Erster zieht.“ Zumindest bieten sich auf dem Feld noch viele Betätigungsmöglichkeiten: „schwarzfahren“, „schwarzsehen“, „schwarzmalen“ und „schwarze Schafe“ – von Möbeln im Kolonialstil ganz zu schweigen …