Spätestens nach der Wirtschaftskammerwahl wird man sehen, ob es bloß ein Gerücht war oder ob wieder taktiert und die Wähler für dumm verkauft wurden.

Kommentar von Kurt Guggenbichler

Die Rede ist von einer kolportierten Erweiterung des Rauchverbotes in Schanigärten, was den ohnehin schon leidgeprüften Gastronomen neuerlich die Schweißperlen auf die Stirn treibt.

Gesetzesflut schikaniert Gastronomen

Hatten sie in den letzten Jahren nicht schon genug zu verkraften gehabt? Allergene-Kennzeichnungspflicht auf Speisekarten, Registriermaschinen etc. Schon das bisherige Rauchverbot hat vielen von ihnen Umsatzeinbußen bis zu 20 Prozent beschert und die Shisha-Bar-Betreiber verloren sogar ihre Existenzgrundlage. Und jetzt plant man vor den Gaststätten auch noch ein Freiluft-Rauchverbot?

Will Regierung wirklich das Beste fürs Volk?

Grüne wie auch Türkise und die Funktionäre der Wirtschaftskammer (WKO) behaupten aber, von so einem solchen Plan nichts zu wissen. Die WKO scheint aber auch sonst nicht viel zu wissen, weil sie noch schnell vor den Wahlen einen Tourismusgipfel veranstaltete, um zu schauen, wo Gastronomen der Schuh drückt. Dabei sind deren Probleme doch schon seit Jahren bekannt. Was ist da los?

Einer Regierung und ihren Unterstützern, die vorgeben, nur das Beste für das Volk zu wollen und dabei die Wünsche von mindestens der Hälfte der Bevölkerung ignorieren, was das Rauchen betrifft, der wird auf Dauer kein Erfolg beschieden sein.