Weil die Maßnahmen der Bundesregierung samt geltenden Regeln zur Eindämmung des Corona-Virus nicht für jeden verständlich sind, startete Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) eine Info-Kampagne in 13 Sprachen für all jene, deren Deutschkenntnisse mangelhaft sind. Dazu gehört auch eine Offensive gegen Falschmeldungen bezüglich Corona-Virus in 16 Sprachen. Im Zuge der laufenden Kampagne wurden schon über 260.000 Personen via SMS, Mail und online kontaktiert.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

Bezüglich des Informationsangebotes wurden alle Kontakte des Integrationsfonds angeschrieben – also Personen, die einen Werte- und Deutschkurs gemacht haben oder bei der Integrationsberatung waren – angeschrieben. Zu den Multiplikatoren gehören Regionalbehörden, soziale Dienste oder Vereine im Integrationsbereich. Die Corona-Informationen sind auf der Webseite des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) zu finden. Sie stammen vom Innen- und Gesundheitsministerium sowie von der Apothekerkammer. Das Angebot werde laufend aktualisiert, sagt Raab. Auch erklärende Videos in derzeit elf Sprachen werden in den sozialen Netzwerken verbreitet. Migranten werden auch in ihrer jeweiligen Muttersprache über Corona-Fake-News aufgeklärt. Etwa „nur ältere Menschen können sich mit dem Virus anstecken“ oder „es bringt nichts, soziale Kontake einzuschränken“ oder „Impfungen gegen Lungenentzündung schützen auch vor COVID-19“.

Hot Line ab Montag und Kooperation mit Migranten-Medien

Auch an anderer Front ist Raab aktiv: „Wir wissen, dass viele Zugewanderte nicht umfassend österreichische Medien konsumieren. Deshalb informieren wir auch in den Medien für Migranten.“ Das sind jene Zeitungen und Magazine, die vermehrt von Zugewanderten gelesen werden. Man kooperiere mit 25 Medien. Weil es auch ein Bedürfnis gebe, sich telefonisch über die aktuellen Maßnahmen zu erkundigen, ist ab Montag eine eigene Hotline für Migranten für Fragen rund um das Corona-Virus offen. Es werde jeweils eine eigene Telefonnummer für zehn Herkunftssprachen geben, sagte Raab.