Am Dienstag, den 15. Dezember, schockierte ein Experte des Corona-Stabes der Regierung am ORF mit absurd klingenden Aussagen. Die Impfung werde kommen, daran bestünde kein Zweifel. Bis zu 90% der Menschen hätten teilweise schwere Nebenwirkungen der Impfung zu erwarten, das wäre aber normal. Außerdem schütze die Impfung – wenn – dann nur den Geimpften selbst. Masken und sonstige Maßnahmen müssten bleiben. 

Ein Kommentar von Willi Huber

Zu Beginn erwähnt es Interviewer Armin Wolf, dass der Experte und Regierungsberater Univ. Prof. Dr. Herwig Kollaritsch gerade ein Buch zu den Vor- und Nachteilen einer Corona-Impfung herausgebracht hat. Da wird die Gratis-PR, sich im ORF präsentieren zu dürfen, sicherlich nicht schaden. Für jene, die noch freiwillig das ORF Programm konsumieren, dürfte die Sendung einige Überraschungen gebracht haben.

Impfung kommt unaufhaltsam …

Die Impfung käme in jedem Fall, die Basis für diese zu erwartende Entscheidung der EU wäre die Zulassung in den USA. Diese wäre dort ausführlich begründet worden. Die Impfung würde frühestens im Jänner nach Österreich kommen und nach einem Impfplan abgewickelt werden. Personengruppen die besonderen Schutz bräuchten würden vorgereiht.

… aber was bewirkt sie?

Kollaritsch erklärt, dass auch geimpfte Personen das Corona-Virus weiterhin übertragen können. Eine so genannte Herden-Immunität könne nicht hergestellt werden. Der Impfschutz würde allerhöchstens individuelle Schutzeffekte auslösen, habe aber keinen Einfluss auf die Verbreitung.

Schmerzen und Unwohlsein „normal“

Die Impfreaktionen und Nebenwirkungen wären laut Kollaritsch „akzeptabel“. Bei dieser Art von Impfstoffen wären die Reaktionen sehr häufig. Mehrere Tage Unwohlsein, Fieber und Schmerzen wären normal. „Schwerwiegende“ Nebenwirkungen wären bislang noch nicht beobachtet worden, könnten aber auch nicht ausgeschlossen werden. Dazu würde man beobachten und weitere Aufzeichnungen führen. (Übersetzt: Man testet den Impfstoff erst einmal an der Bevölkerung und notiert dann, was alles passiert ist.)

Fast jeder muss mit Impfreaktionen rechnen

Wolf konfrontierte den Mediziner mit einer sehr hohen Zahl von Impfreaktionen. Bis zu 90% der Geimpften hätten diese zu erwarten. Kollaritsch hält das für normal. Er selbst würde sich sofort impfen lassen. Der Nutzen wäre seiner Meinung nach einen zwei Tage lang schmerzenden Arm jedenfalls wert.

Eiertanz um Impfpflicht

Eine Impfpflicht lehnt Kollaritsch vordergründig aber ab. Erstens würde es die Fronten verhärten, zweitens erhielten Impfgegner damit ein Argument zum Untermauern ihrer ablehnenden Haltung. Deshalb wäre ihm Freiwilligkeit lieber – außer es gäbe keine andere Lösung für die „Pandemie Situation“. Die aktuelle Situation würde allerdings Anlass zur Sorge geben. Bei Familientreffen zu Weihnachten hielte er es für sinnvoll, zum Minimieren des Risikos zumindest eine Maske zu tragen oder soziale Kontakte weitgehend zu vermeiden.

Die Langfassung des Gesprächs, die nicht in der ZIB ausgestrahlt wurde, ist aktuell hier verfügbar: Link zu Youtube.