In ihrer Angst, das Missfallen ihrer immer autoritärer agierenden Regierung zu erregen, scheuen Firmen – im vorauseilenden Gehorsam – mittlerweile auch nicht mehr vor Rechtsbrüchen zurück. Das musste nun auch eine Oberösterreicherin in diesen hysterischen Corona-Zeiten erleben.

Die Willkürakte in diesen geschürten Pandemie-Tagen nehmen zu: Weil die Online-Händlerin Margit Steinwender (59) Produkte vertreibt, „die den Empfehlungen unserer Regierung nicht entsprechen“, wie Björn Dorra, der Geschäftsführer ihres deutschen Plattform-Anbieters „Versa Commerce“ behauptet, wurde ihr Bücherdienst-Shop von ihm kurzerhand aus dem Netz genommen.

Zu kritisch gegen Corona-Maßnahmen

„Produkte, die sich auf Covid19 beziehen, dürfen nicht sensationell sein oder Panik verbreiten“, sagte man ihr, ohne freilich konkreter zu werden. Deshalb habe man ihren Versandhandel gesperrt.

Unter der Voraussetzung, dass sie künftig keine Inhalte mehr anböte, „die Zweifel an den aktuellen Corona-Maßnahmen schüren“, würde man ihren Shop „auf Bewährung wieder live schalten.“ Doch wenn Margit anfangen wollte, mit Vera Commerce darüber zu diskutieren, drohte Dorra, sei dieses „Angebot vom Tisch“.

„Ein starkes Stück“, befindet Steinwender, die sich in Zeiten der Inquisition zurückversetzt fühlt. „Man hat mir damit meine Lebensgrundlage entzogen“, klagt sie, die sich nun einen neuen Anbieter für ihren Web-Shop suchen musste. Mittlerweile ist er wieder unter der Netz-Adresse www.meinbuecherdienst.at erreichbar.