Egal wann die Schule wieder losgeht oder der Lockdown beendet wird, fest steht, ohne Corona-Tests wird die Regierung die Bürger nicht in Ruhe lassen. Jetzt soll statt dem Raustesten offenbar ein Reintesten in Lokale oder Museen kommen.

Allein fünf Millionen Anti-Gen-Selbsttests sind von der Regierung für die Schulen bereitgestellt worden, um ab dem Zeitpunkt der Schulöffnungen – wann immer das sein wird – mindestens wöchentliche Tests der Schüler zu ermöglichen. „Wir starten eingebettet in ein Sicherheitsnetz“, so Bildungsminister Heinz Faßmann. „Auch in der Elementarpädagogik in den Kindergärten ist testen die einzige Antwort.“ Wie Faßmann weiter betont, seien die Tests selbstverständlich freiwillig und für Kinder unter 14 Jahren nicht ohne Einwilligung der Eltern möglich. Zudem seien die Tests auch weniger invasiv, da der Abstrich im unteren Bereich der Nase genommen werde.

Komplikationen bei Corona-Tests

Außerdem soll der Schnelltest so valide sein wie die bisherigen – was kein Grund zur Beruhigung ist. Denn bisher galt immer: Das Testergebnis sollte nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen zur Behandlung bzw. Versorgung des Patienten verwendet werden. Negative Testergebnisse schließen die Möglichkeit einer SARS-CoV-2-Infektion nicht aus. Zudem kam es bei den bisherigen Tests auch zu Komplikationen wie Nasenbluten oder Schmerzen während und nach dem Abstrich (Wochenblick berichtete). Und es gibt auch weitere Risiken bei den Tests, etwa wenn, wie bei Politiker-Propagandafotos, völlig falsch mit zurückgeneigtem Kopf getestet wird – dies könnte gar zu Hirnschäden führen. Trotz Fehlerhaftigkeit und Risiken pocht man jedoch darauf. Nach Scheitern der freiwilligen Massentests und des Freitestens will die Regierung nun mit SPÖ-Hilfe Eintrittstests einführen sowie verpflichtende regelmäßige Testungen für bestimmte Berufsgruppen.