„Das ist schon alles sehr bedrohlich“, sagt der Bad Ausseer Arzt Peer Eifler, der nun um seine Existenz fürchtet. Weil er eine eigene Meinung zur Corona-Pandemie hat, wurde ihm die Arztlizenz entzogen, das Konto gesperrt, ein Strafprozess angehängt, und auch aus seinem Haus muss er raus.

Von Kurt Guggenblichler

Am morgigen Freitag (12. März) versucht der Bad Ausseer Mediziner vor dem Landesverwaltungsgericht Steiermark seine im Herbst entzogene Approbation zurückzubekommen. Doch viel Hoffnung, seine Lizenz wieder zu erhalten, hat er nicht.
„Denn bisher ist man noch nie auf die Inhalte meiner Aussagen und Beschwerden eingegangen“, beklagt Eifler die Hatz auf seine Person und fühlt sich seit kurzem in die dunkelsten Zeiten der Geschichte zurückversetzt. Gäbe es noch Hexenverbrennungen, würde wohl auch er – nachdem er gründlich gefoltert wurde – auf einem Scheiterhaufen landen, ist Eifler überzeugt.

Wie ein Staatsfeind

Doch heute seien die Methoden der Folter und Vernichtung diffiziler, und einige dieser modernen Werkzeuge, einen unliebsamen Kritiker mundtot zu machen, seien bei ihm schon zur Anwendung gekommen.
Dazu gehörten auch eine Hausdurchsuchung und die Sperrung seines Bankkontos. Was hat Peer Eifler Schlimmes verbrochen? Ist er ein Terrorist? Ist er ein moderner Danton oder Robespierre, der den Staat umbauen will? Will er dieses Land mit Chaos und Krieg überziehen?
Nichts liegt einem friedlichen Mann wie Eifler, der sich auch mit religiösen Fragen beschäftigt und selbst einem friedliebenden Glauben anhängt, ferner.
Was also wirft man ihm vor? „Man wirft mir vor, ich hätte Maskenbefreiungsatteste ausgestellt und damit Urkunden gefälscht“, sagt Eifler, was nicht stimme. „Denn ich habe keine Diagnosen erstellt, sondern nur auf Grund meines Fachwissens gehandelt, wonach Masken traumatisierend wirken und keinen medizinischen Nutzen haben.“
Damit seien die gesundheitlichen Gründe für die Maskenbefreiung als gegeben anzusehen. Darin ist er sich auch mit seinem Rechtsanwalt Gerold Beneder einig.
Doch die Ärztekammer ist da anderer Ansicht – wie neuerdings auch das Land Steiermark, weshalb Eifler nun auch von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer „die Ausübung des ärztlichen Berufs bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens“ untersagt wurde.

Ernste Lage

„Sollte ich also wider Erwarten mit meinem Einspruch beim Landesverwaltungsgericht gegen den Entzug meiner Lizenz durch die Ärztekammer obsiegen, dürfte ich auf Grund des Bescheids der Landesregierung trotzdem nicht praktizieren“, erläutert Eifler. Das heißt: „Ich darf keine Krankschreibungen vornehmen, keine Rezepte ausstellen, und meine Patienten können von den Krankenkassen auch keine Rückerstattungen bekommen.“ Doch als Humanenergetiker arbeitet Eifler nach wie vor weiter.
Allerdings hat ihm auf Grund des allgemeinen Rummels um seine Person nun auch der Hausvermieter seinen Mietvertrag nicht mehr verlängert. Ursprünglich hatte man etwas anderes vereinbart gehabt.
„Ich wohne jetzt schon drei Jahre hier und durfte beim Einzug von einer Fortführung ausgehen“, betont Eifler, dem das Lachen trotz allem noch nicht vergangen ist. Es sei jedoch keineswegs lustig, vor den Trümmern seiner Existenz zu stehen – und damit müsse heute wohl jeder rechnen, der gegen die diktatorischen Covid-Bekämpfungsmaßnahmen und Covid-„Notverordnungen“ vorgeht, weil er wie Eifler der Meinung ist, dass diese überhaupt nicht nötig und auch verfassungswidrig seien.

Alles wird verdreht

„Aus diesem Grund will man sich mit meinen Einlassungen inhaltlich auch gar nicht beschäftigen“, betont Eifler, „weil dann das ganze Regierungskonstrukt zusammenbrechen würde.“ Daher verdrehe man lieber die Tatsachen, wie dies auch in der Argumentation im Bescheid der steiermärkischen Landesregierung erkennbar sei.
„Man wirft mir auch vor, mich mit Maskenattests bereichert und diese auch nur aus diesem Grund ausgestellt zu haben“, sagt Eifler, der dagegenhält, dass auch jeder andere Arzt für seine Tätigkeit Geld bekäme.
Lieber sollten die Herrschaften vor ihrer Tür kehren, wie der jüngste Fall mit dem vermutlichen Maskenbetrug „Made in Nicht-Austria“ zeigt. Auch nutzlose Tests würden heutzutage bekanntlich ziemlich gut zwangsverkauft.