Während Bundeskanzler Sebastian Kurz sich beim Thema neue „Flüchtlinge“ zumindest bemüht zeigt, hart zu bleiben, häufen sich auch in Österreich Stimmen, die eine weitere Aufnahme von Migraten fordern. Neben dem Bundespräsidenten Alexander van der Bellen und dem grünen Vizekanzler Werner Kogler, scheint vor allem die links-grüne Bundeshauptstadt Wien in einen wahren Willkommens-Rausch zu fallen. Am Freitag wird dort für offene Grenzen demonstriert.

Die Gruppierungen „Asyl in Not“, die „Omas gegen Rechts“ und die „Reporter ohne Grenzen“ rufen zu einer großen Kundgebung auf, die am Freitag um 17.30 Uhr beim Omofuma-Denkmal beim Museumsquartier starten soll. Laut Veranstaltern hätten schon 600 Personen ihre Teilnahme zugesagt.

SPÖ-Bürgermeister Ludwig will Migranten

In sozialen Medien ist zu lesen: „Wir rufen zu lautem Protest gegen die brutale und mörderische Schließung der Grenzen zwischen der EU und der Türkei auf … Öffnet die Grenzen! Bewegungsfreiheit und sichere Reisewege statt mörderischem Grenzregime“.

Auf Gefallen dürfte das bei Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) stoßen. Dieser postete bereits am Mittwoch auf Twitter: „Wien ist immer bereit, aus humanitären Gründen zu helfen. Das haben wir schon oft eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Das gilt auch für temporäre Unterbringung v Schutzsuchenden. Hier ist aber unbedingt europaweite Abstimmung & Ersuchen der Bundesregierung an Land Wien notwendig“.

FPÖ-Nepp wil „Unser Wien zurückholen“

Anders sieht das naturgemäß der freiheitliche Stadt-Vize Dominik Nepp. Er fordert in einem Beitrag auf Facebook: „Kein einziger illegaler Migrant darf mehr den Weg nach Wien finden!“

Die geplante Demo für offene Grenzen kommentiert Nepp schlicht mit der Feststellung: „Völlig verrückt!! Die Grenzen müssen endlich dicht gemacht werden!“