Ein regelrechtes Waffenarsenal im Kampf gegen „den Kapitalismus“ und „das System“ fanden die Behörden unlängst bei Hausdurchsuchungen beim „Roten Aufbau Hamburg“.

Mit welchen Waffen die offen kommunistische Gruppe streiten will, ist einige Wochen nach einer Razzia bei 25 „Aktivisten“ der Gruppe klar. Wie die Bild berichtet, wurde dort eine breite Palette gefährlicher Waffen gefunden – Schreckschuss, Schlag- und Stichwaffen, diverse Pyrotechnik, einige Steinschleudern, Benzinkanister, Material für Vermummungen und zudem Farbeimer, Spraydosen und Betäubungsmittel. 

CDU-Gladiator fordert Konsequenz gegen Linksextreme

Die Staatsanwaltschaft führt gegen die mutmaßlichen Linksextremisten wegen Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung, Landfriedensbruchs und der Billigung von Straftaten. Die Liste an sichergestellten Gegenstände wurde nach einer Senatsanfrage von Dennis Gladiator (CDU) publik.

Dieser bezeichnete die Gruppierung als „Gefahr für unsere Stadt“ und sieht die rot-grüne Stadtregierung in der Pflicht: „SPD und Grüne müssen endlich konsequent gegen Linksextremismus vorgehen.“

„Roter Aufbau“ Rief bereits zu G20-Randalen auf

Der „Rote Aufbau Hamburg“ ist kein unbeschriebenes Blatt, die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppierung fällt immer wieder mit der Bereitschaft zu politischer Gewalt auf. So mobilisierte die mit 60 Personen nach eigenen Aussagen „größte anti-imperialistische“ Vereinigung in der Hansestadt auch massiv für die Proteste gegen den G20-Gipfel.

Dabei machten sie von vornherein klar, dass sie nicht für den friedlichen Teil der Demostrationen zu haben waren. Sie verwendeten Parolen wie: „G20 entern – Bullen eure Tage sind gezählt!“ oder „Mit uns gibt es Molotow-Cocktails statt Sekt-Empfang. […] Wenn G20 nach Hamburg kommt, dann brennt die ganze Stadt.“ Der Rest ist Geschichte.

Politische Gewalt verharmlost

Als die Linksextremisten bereits im November 2016 mit Brandstiftungen an einer Messe-Halle auffielen, spielten ihre Sprecher den Vorfall herab. Ein Aktivist sprach damals etwa von einem „legitimen Widerstand“. Ein weiterer befand, dass der Anschlag „medial sehr aufgebauscht“ worden sei. Es seien lediglich „ein paar Glasscheiben zu Bruch gegangen“ und man habe „ein bisschen Ruß“ hinterlassen.