Anfang dieser Woche sind 17 Personen einer Tiroler Flüchtlingseinrichtung in den Hungerstreik getreten. Der Grund: Die Migranten wollen auf die Zustände in der vom Innenministerium geführten Einrichtung aufmerksam machen.

Pikant: In der Herberge in Fieberbrunn wohnen derzeit 40 Personen, deren Asyl-Gesuchen allesamt abgelehnt wurden.

Illegale hoffen auf neue Verfahren, Grüne hoffen mit

Von „untragbaren Zuständen“ ist beim Protest die Rede. Die grüne Sozial-Landesrätin Gabriele Fischer bezeichnet die Einrichtung besonders für Kinder sogar als „absolut ungeeignet“. In Gesprächen mit Medien sagten die illegalen Flüchtlinge, dass bisher niemand auf den Hungerstreik reagiert habe. Einige der Streikenden hoffen dennoch darauf, dass ihr Asylverfahren neu aufgerollt wird.

Mainstream-Presse: „Ausreise nicht möglich“

Der „Standard“ berichtet von einer Familie mit negativem Asylbescheid, der eine Ausreise aus Österreich gar nicht möglich sei, sie besitze schließlich keinerlei Dokumente und sei überdies auch staatenlos. Wie der Familie ohne Dokumente die Reise durch Europa gelangt, erklärt die Zeitung nicht.

Abwerzger: „Rückkehr der linken Willkommenspolitik“

„Nachdem im Innenministerium nach dem Sturz von Herbert Kickl umgehend die Weichen auf die Rückkehr der linken Willkommenspolitik gestellt wurden, wundert’s nicht, dass diese Kehrtwende auch jene nützen wollen, die aktuell in der Rückkehrberatungseinrichtung in Fieberbrunn untergebracht sind und eigentlich aufgrund von bereits rechtskräftig negativ abgeschlossenen Asylverfahren das Land verlassen sollten“, postete der Tiroler Landeparteiobmann Markus Abwerzger auf seinem Facebook-Profil.

ÖVP solle Notbremse ziehen

Mittendrin im „kunterbunten Willkommenstheater, das rechtsstaatliche Entscheidungen offenbar noch immer nicht akzeptieren will“, sei für Abwerzger schon wieder der grüne Koalitionspartner der ÖVP in Tirol. „Da wäre Platter dringend gefordert, einmal die Notbremse zu ziehen!“