Wenn man den Bericht von Kurt Guggenbichler liest, drängen sich einem förmlich einige Fragen auf, auf deren Antworten die Bevölkerung langsam aber sicher ein Recht hätte. Warum scheint es für viele junge Asylwerber ein interessanter Zeitvertreib zu sein, Pendler der Linzer Lokalbahnen zu terrorisieren, Mitarbeiter der Eisenbahn zu schikanieren und wartende Reisende sexuell zu belästigen?

Ein Kommentar von Rene Rabeder

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Helden-Status „Flüchtling“

Vielleicht haben einige der jungen Männer noch die Bilder vor Augen, als sie vor wenigen Jahren wie Rockstars auf unseren Bahnhöfen empfangen und beklatscht wurden. Vielleicht dachten sie seit damals, jene jungen österreichischen Frauen, die sie am Höhepunkt der Flüchtlingswelle mit Luftballons, Teddybären und Liebeserklärungen willkommen geheißen hatten, würden nicht mehr als Gastgeschenke und Freiwild darstellen.

Kann man sich alles erlauben?

Vielleicht dachten sie seit damals, dass unsere Züge, die vom späteren SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern einfach für sie umgeleitet wurden, nicht wertvoll seien und man sie nach Belieben zerstören könnte. Vielleicht haben Politiker und Medien mit der Inszenierung der Flüchtlingswelle von 2015 bis heute ja am Ende doch den Eindruck bei jungen Asylwerbern hinterlassen, diese seien einfach etwas Besseres und könnten sich alles erlauben.

Lösungen anstatt Herumgerede!

Ein Eindruck, der leider tatsächlich sehr leicht entstehen kann, wenn nicht einmal Beamte der Polizei so viel Respekt in ihnen zu wecken vermögen, dass sie, nachdem man sie aus einem Zug geworfen hat, einfach in den nächsten steigen und dort weiter für Randale sorgen. Was soll man nun also machen, um solche Zustände zu beenden, ist die nächste und wichtigste aller Fragen. Was auf jeden Fall nicht geschehen sollte, ist, dass es zu einer beinahe hilflos wirkenden reflexartigen Reaktion verkommt, einfach an runden Tischen über Probleme zu beraten. Es braucht endlich wirkliche Lösungen. Vielleicht wäre es ein Ansatz, jene Menschen, die täglich mit den Auswirkungen der aus dem Ruder gelaufenen Migration konfrontiert sind, ernst zu nehmen. Sie als Lokomotiven unserer Gesellschaft zu verstehen, nicht als lästige Waggons.