Die Öffentlichkeit ist schockiert. Was ist los in Salzburg? In der beliebten Partymeile standen am Wochenende wenige, schlecht ausgerüstete Polizisten einem wütenden Mob, bestehend aus Menschen mit Migrationshintergrund gegenüber. Die staatlichen Hoheitsaufgaben konnten erst nach vielen Stunden durchgesetzt werden, die Kontrolle zu erlangen war lange Zeit nicht möglich. Nur mit großen Mühen konnten einige Rädelsführer verhaftet werden, dabei wurde auch mindestens ein Polizist verletzt.

In der Nacht auf Sonntag kam es in Salzburg zu erschreckenden Szenen, die man eigentlich nur aus anderen Ländern und aus dem Fernsehen kennt. Plötzlich stand eine kleine Gruppe Polizisten, die sich notdürftig mit Plastikschildern schützten, einer riesigen Übermacht dunkelhaariger jugendlicher Schläger gegenüber. Das auf YouTube verfügbare Bildmaterial zeigt, wie völlig unsanktioniert Wurfgegenstände auf die Beamten geschleudert wurden.

Im Netz wird Ausrüstung und Taktik kritisiert

Neben dem Ausrüstungsmangel kritisieren Insider auch die taktische vorgehensweise. So fordert eine Frau mit schwacher Stimme die Menge auf, die Straße zu räumen. Ob das gegenüber wütenden Halbstarken aus aller Herren Länder die richtige Vorgangsweise ist, möchte nicht jeder Kommentator befürworten. Es stellen auch viele die Frage, weshalb angeblich „nach Stunden“ nicht mehr als 50 Einsatzkräfte mobilisiert werden konnten, um der Lage Herr zu werden. Die auf Medienbildern überwiegend aus Polizistinnen bestehenden Salzburger Einsatzkräfte erhielten schlussendlich Unterstützung von der Sondereinheit Cobra.

Ausschreitungen nach Schlägerei

Auslöser des Polizeieinsatzes mit anschließender Randale war eine Schlägerei vor einem Lokal am Rudolfskai. Als die Polizei einschreiten wollte, trat ihr die Menge aggressiv und respektlos entgegen. Den Vorfall bezeichnete der öffentlich-rechtliche ORF als „beinahe schon üblich“. Auf der Webseite des Mediums kann man auch lesen, dass „die Polizei überreagiert hätte“. Vier Verletzte wären „nicht mehr als an anderen Wochenenden auch“, verlautbart der staatliche Sender.

Polizist wurde verletzt

Tatsächlich wurde mindestens ein Polizist durch den Wurf einer Glasflasche verletzt. Dies dürfte in Österreich mittlerweile tatsächlich „üblich“ sein, denn speziell in der letzten Woche wurden viele Fälle von Widerstand gegen die Staatsgewalt und brutal verprügelten Beamten bekannt. Die Vorfälle in Salzburg werden zur Zeit ausgewertet, speziell das Videomaterial der Bodycams werde aktuell noch gesichtet.

FPÖ-Svazek fordert mehr Präsenz

Die FPÖ-Landesparteichefin Marlene Svazek forderte mehr Polizeipräsenz und Schwerpunktkontrollen am Wochenende. Speziell das Rauchverbot würde das Konfliktpotenzial weiter erhöhen.  „Schon vor 10 Jahren gab es dort immer wieder auch kulturell bedingte Konflikte, die sich im Alkoholrausch kaum mehr friedlich in den Griff bekommen ließen“, gab Svazek zu bedenken. „Nicht nur Jugendliche kommen dort durch die vielen Konflikte zum Handkuss oder gar zu Verletzungen, sondern vor allem auch die Lokalbetreiber leiden unter den regelmäßigen Eskalationen. Die Polizei braucht dazu die volle Unterstützung der Politik“, so Svazek.