Derzeit überschlagen sich die Meldungen von Demo-Absagen. Doch eine Kundgebung wird morgen um 13 Uhr im Wiener Resselpark am Karlsplatz stattfinden: Die „Demonstration für die Freiheit unserer Kinder“. Tausende protestwütige Österreicher werden erwartet.

Das Protestpotenzial könnte höher nicht sein: So treibt der Test- und Maskenzwang in den Schulen Österreichs Eltern zur Weißglut. Hinzu kommt die breite Empörung über die neuen Korruptionsvorwürfe gegen die ÖVP. So werden die Rücktrittsaufforderungen gegenüber der Regierung auch seitens der Bevölkerung immer lauter.

Gleich drei Minister in der Kritik

Nachdem gegen Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) im Zuge der Casinos-Causa Ermittlungen aufgenommen wurden und dieser trotz Korruptionsvorwürfen darauf beharrt, nicht zurückzutreten, zeigen sich viele Bürger empört. Doch auch Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) steht scharf in der Kritik, vor allem aufgrund der offenbar gewordenen Versäumnisse, die den Terror-Anschlag in Wien letztlich ermöglicht haben sollen. Und auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) steht nach dem Debakel rund um das „Kaufhaus Österreich“ scharf in der Kritik.

Angemeldet für 50 Teilnehmer, erwartet werden tausende

Für die Veranstalter stellt sich nun folgendes Problem: Nach der Absage der anderen Kundgebungen ist zu erwarten, dass sich die Teilnehmer nun alle auf diese eine Veranstaltung konzentrieren werden. Sie ist jedoch nur für 50 Personen angemeldet. Zur Erinnerung: Nach den Absagen der Kundgebungen am 31. Jänner verteilte sich der Protest von mehr als 20.000 Menschen in ganz Wien.

Sicherheits-Berater rät von Eskalationsstrategien ab

Die Veranstalter kritisieren nicht nur die Einschränkungen der demokratischen Grundrechte, sondern vor allem das „Eskalationsmanagement dieser Regierung, die den Frieden in Österreich gefährdet“, wie der Security-Manager Thomas Schaurecker berichtet. Er berät den Organisator der Familiendemonstration, Martin Kaser, in Sicherheitsfragen und organisiert die polizeiliche Kommunikation. Schaurecker: „Ich empfehle den Behörden dringend, zumindest die Ringrunde zu genehmigen, damit es legal möglich ist, gegebenenfalls viele Menschen über diese Rundrunde ableiten zu können. Denn so wäre es kein Problem die Corona-Maßnahmen einzuhalten, da dadurch die Sicherheitsabstände gewahrt werden könnten. Die Polizei sollte dieses Mal dringend auf Einkesselungen verzichten, weil dadurch lediglich die Eskalation gefördert wird.“