Unmut in Sattledt (Bez. Wels-Land): In der oberösterreichischen Gemeinde mit circa 2.600 Einwohnern hat der Verein „Saadet“ ein Haus gemietet, um dort einen türkischen Kulturverein zu errichten. In der Bevölkerung wächst die Sorge, dass es sich um eine „geheime Moschee“ handelt.

„Glaube und Dschihad“

Unfassbar: Beim Vereinsobmann von „Saadet“ handelt es sich um Levent Arikan. Das ist jener ehemaliger SPÖ-Funktionär und Islam-Religionslehrer, der jetzt wegen der Verbreitung eines IS-Propagandavideos in Wels vor Gericht sitzt!

„Saadet“ ist der Ableger einer nationalistischen türkischen Islamistenpartei und wirbt für „Glaube und Dschihad“.

Vereinsobmann wegen IS-Video vor Gericht

Levent Arikan soll ein Video des Islamischen Staates (IS) auf seiner Facebook-Seite geteilt und es dort vier Jahre lang zum Aufruf bereit gehalten haben. Das Video ist voll von dschihadistischer und antisemitischer Propaganda und verherrlicht Führungskader des IS. Dafür muss er sich jetzt vor Gericht verantworten.

Konkret vorgeworfen werden dem 43-jährigen Türkischstämmigen die Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und an einer kriminellen Organisation. Ihm drohen bis zu zehn Jahren Haft.

Imamschule in Linz gestoppt

Zu diesem islamistischen Umfeld gehört auch der Verein „ALIF“. Dieser wollte im vergangenen Jahr in Linz eine Imamschule einrichten. Der Bau wurde aber gestoppt.

„ALIF“ ist stark stark mit der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG)“ vernetzt. Diese gilt als extremistisch und wird etwa im benachbarten Bayern vom Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Kritik kam damals aber von allen Seiten – u.a. auch vom Ex-Grünen und nunmehrigen Nationalrat der Neuen Volkspartei Efgani Dönmez.

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Bürger in Sattledt besorgt

Die Sattledter Bürger sind indes besorgt um ihre Heimatgemeinde und befürchten hinter dem Kulturverein eine „versteckte Moschee“. Offiziell handelt es sich um ein Vereinshaus, in das jedoch ein Gebetsraum integriert werden soll. Die FPÖ Sattledt hat deshalb einen offenen Brief an Bürgermeister Gerhard Huber (ÖVP) verfasst, in dem – kooperativ – darum gebeten wird, das islamistische Zentrum in Sattledt zu unterbinden.

Der hiesige FPÖ-Gemeindevorstand Benjamin Haim sieht die radikalislamischen Verbindungen des Vereins jedenfalls als bewiesen an und fordert: „Man darf nicht länger tatenlos und resignierend zusehen, sondern es muss umgehend gehandelt werden.“

Bürgermeister schweigt

Der Bürgermeister hüllt sich bis dato über das Projekt in Schweigen.

Besorgniserregend ist außerdem, dass sich die „Islamische Glaubensgemeinschaft Österreich“ (IGGÖ) bisher mit keinem Wort zu den Vorfällen geäußert hat. Weder die Linzer Vertretung – noch die österreichweite Vertretung – gaben bisher eine Stellungnahme insbesondere zum IS-Video von Levent Arikan ab.

Verstrickungen zwischen Saadet und „ALIF“

Brisant: Laut Haim soll der Personenkreis der beiden Vereine quasi ident sein. Es soll sich bei den Proponenten in Sattledt weitgehend um die selben Personen handeln, die auch in Vorchdorf ein muslimisches Gebetshaus errichten wollten. Dort war jedoch der Verein „ALIF“ organisatorisch tätig.

Wie „Wochenblick“-Recherchen jetzt zeigen, gibt es hier tatsächlich auffällige Verstrickungen: So handelt es sich etwa beim „ALIF“-Kassier Israfil Arikan um den Bruder von Levent Arikan.

Ein weiterer Bruder dürfte der ehemalige Pettenbacher Mandatar Bülent Arikan sein. Dieser wurde 2017 wegen seiner „Saadet“-Mitgliedschaft aus der ÖVP ausgeschlossen.

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Anschober förderte Radikal-Muslime mit 14.000 Euro

Nicht nur, dass in Österreich radikal-muslimischen Umtrieben kaum etwas entgegengesetzt wird. Man fördert diese auch noch großzügig: Im Jahr 2016 erhielt ALIF von Integrations-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) 14.000 Euro an Steuergeld für „Integrationshilfe“.

Dies zeigt ein Blick in den Förderbericht des Landes Oberösterreich für 2016: