Sauschädel an Moschee, Schuld soll FPÖ sein
Foto: fotolia / Digitalpress

In der Nacht auf Donnerstag haben unbekannte Täter einen abgetrennten Schweinekopf an die Türe einer Linzer Moschee gehängt.

Es handelt sich dabei um die Moschee des Vereins der Bosniaken „N U R“ in der Glimpfingerstraße am Spallerhof, die vor 2 Jahren errichtet wurde.

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FPÖ als Sündenbock?

In einer Stellungnahme auf Facebook schreibt der Verein unter anderem: „Diese Tat beweist uns umso mehr, dass islamophober Extremismus auch vor einer offenen, toleranten Gesellschaft mit muslimischem Hintergrund keinen Halt kennt. Nicht zu vergessen, dass bestimmte politische Parteien mit Ihrer Hetze, genug dazu beitragen.“

In einer Anfrage sagt uns ein zuständiges Vorstandsmitglied: „Es gibt immer wieder Parteien, die entsprechend ganz offen Hetze plakatieren.“ Man merke zunehmend, dass durch solche Hetze die Hemmschwelle für solche Taten niedriger werde.

Auf Nachfrage zu einer möglichen Mitschuld sagt er: „Ich möchte wirklich keine konkreten Namen nennen, aber jeder der zuletzt den Wahlkampf verfolgt hat weiß, dass bestimmte Personen sagen, Muslime würden nicht zu Österreich gehören, obwohl der Islam schon seit über 100 Jahren zu Österreich gehört, etwa durch kaisertreue Bosniaken“, gibt aber auch zu bedenken: „Derjenige, der das gemacht hat, ist aber ein Einzeltäter und spiegelt nicht die österreichische Gesellschaft wieder.“

Der Moschee-Verein veröffentlichte ebenso Fotos auf Facebook, was für Aufregung im Internet sorgte. In Kommentaren wird die Verantwortung der FPÖ in die Schuhe geschoben. Ein Nutzer verdächtigt sogar den Vizebürgermeister der Stadt Linz, Detlef Wimmer (FPÖ), und bezichtigt ihn „mitverantwortlich“ zu sein. Dieser kann den Sauschädel aber schlecht an die Tür der Moschee gehängt haben, da er momentan in China auf Dienstreise ist. Wimmer trifft sich derzeit mit Vertretern der Stadt Chengdu, die seit 1983 eine Partnerstadt von Linz ist.

 

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