Anlässlich des Gedenkjahres zum 500. Todestag Kaiser Maximilians (der „Wochenblick“ berichtete), der in der Welser Burg das Zeitliche gesegnet hat, bietet der Welser Tourismusverband Führungen zu dieser Thematik an.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

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Doch nicht zum Nulltarif

Das ist lobenswert, weil vermutlich außer den ohnehin geschichtsinteressierten Welsern, also der Rest der Bevölkerung, mit dieser Figur des letzten Ritters niemand viel anzufangen weiß.

Daher gab es von Seiten des Tourismusverbandes vor kurzem noch die Überlegung, den bildungsferneren, aber vielleicht doch irgendwie interessierten Menschen, dieses Kapitel der mittelalterlichen Geschichte, in die Wels marginal involviert ist, mit einigen Gratisführungen und Erklärungen näher zu bringen.

Von sechs Führungen zum Nulltarif soll im Stadtmarketing einmal die Rede gewesen sein. Aber umsonst ist nicht einmal der Tod, wie es sich auch bei Kaiser Maximilians Ableben zeigte, weil man sich damals das Geld für das Begräbnis des Herrschers regelrecht zusammenschnorren musste.

Eingedenk dieser Tatsache sah sich offenbar auch der Welser Tourismusverband nicht in der Lage, ein bisschen Bildung und Schulung zu sponsern.

Zwar blieb es letztlich beim Angebot von mindestens sechs Führungen zu Maximilians 500. Todestag, allerdings nicht zum Nulltarif, weil man schließlich auch für die Beisetzung der kaiserlichen Überreste Geld verlangt hatte.