Der deutsche Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble forderte wie bereits im vergangenen Jahr die rasche Etablierung einer europäischen Armee, um „Nationalisten und Demagogen nicht viel Raum“ zu bieten. „Mit einzelnen Brigaden ist es nicht getan“, äußert sich Schäuble.

In Hinsicht zur Migrationspolitik meint er zuversichtlich, dass in Zukunft eine bessere Koordination stattfinden solle. Man müsse einfach „vernünftig“ mit den Menschen reden, denn „die Geborgenheit innerhalb nationaler Grenzen gibt es nicht.“ Sie würden verstehen, dass „Grenzschließungen im 21. Jahrhundert keine Lösung sind.“ In der Vergangenheit forderte der ehemalige Finanzminister bereits öfters die Einführung einer europäischen Armee. Er sei überzeugt, dass diese bereits 2029 Realität sein könnte.

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Glaube am Bleiben der Briten in EU

Währenddessen äußerte sich der Präsident des Deutschen Bundestags in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe zum Brexit und einer „europäischen Einigung“. Den Verbleib der Briten in der EU hält er für realistisch. Voraussetzung für eine stabile politische Situation in Europa wäre der Wunsch nach einer besseren Kooperation mit Frankreich. Die Briten sollen die EU „gar nicht verlassen oder irgendwann wiederkommen.“

Streit um erneute Abstimmung zum Brexit

Nachdem die Parteiführung der oppositionellen Labour-Partei ein erneutes Referendum über den Austritt Großbritanniens gefordert hat, fühlt er sich „in dieser Überzeugung eher bestärkt.“ Vor wenigen Tagen brach wiederholt im britischen Parlament ein Streit über die Durchführung der zweiten Abstimmung zum Brexit aus. Auch innerhalb der Labour-Partei proben einige Abgeordnete einen Aufstand, 60 bis 70 davon wollen die neue Parteilinie nicht akzeptieren.