Einmal mehr begehrt Schauspielerin Nina Proll gegen die Heuchelei im kulturellen und medialen Betrieb auf und nimmt sich bei ihrer Fundamentalkritik kein Blatt vor den Mund.

Schon im Frühjahr begeisterte die heimische Schauspielikone Nina Proll das Publikum mit einem kritischen Lied, dem sie im Oktober ein weiteres Stück, das sich kritisch mit den Maßnahmen der Regierung beschäftigt, folgen ließ:

Nun scheint die bodenständige Mimin (46), die mit ihrem Berufskollegen und Gatten Gregor Bloéb (52) und den gemeinsamen Kindern auf einem Bauernhof in Tirol lebt, endgültig ins Lager der Widerständigen gewechselt zu haben.

Als gefährlich erachtet sie, wie schnell es gehe, dass „sich Politiker plötzlich erheben in eine gottähnliche Instanz“ und darüber urteilen, wer „Lebensretter“ und wer „Staatsfeind“ sei. Über die allgemeine Hörigkeit kann sie sich nur wundern: „Was mich erstaunt: Welch großer Teil der Bevölkerung eigentlich völlig kritiklos alle noch so hanebüchenen Maßnahmen umsetzt und einhält“, so Proll.

Sie ärgert sich zudem, dass die Öffentlichkeit „mit zweierlei Maß“ messe. Dies gelte auch für Medien, die die Regierung mit 30 Millionen an Anzeigen „gekauft“ habe. Journalisten vermeintlich kritischer Qualitätsmedien nähmen alles hin: „Jetzt, wo die Demokratie wirklich in Gefahr ist, weil permanent verfassungswidrige Gesetze erlassen, Grund- und Freiheitsrechte verletzt, die Mehrheit der Bevölkerung geschädigt und eingesperrt wird, man also die Demokratie aushebelt, fehlen solche Stimmen“, so ihr Resümee im Interview mit „Austrian Limited“.