Besonders schockiert hat mich der Fall des 16-jährigen Mädchens in Stockerau, das bereits am ersten Schultag an der Handelsschule Stockerau von ihren „Schulkameraden“ derart gemobbt wurde, dass es die Schule wieder verlassen musste („Wochenblick“ berichtete). Mitunter soll die Schülerin auch als „Scheiß Österreicherin“ bezeichnet worden sein. Und das mitten in Österreich!

Ein Kommentar von Chefredakteur Christian Seibert

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Ist das etwa „Dankbarkeit“?

Es ist das Produkt der vollkommen verfehlten Einwanderungs- und Familienförderungspolitik der vergangenen Jahrzehnte, dass junge einheimische Kinder überhaupt derart in Minderzahl gegenüber Zuwanderer-Kindern gekommen sind. Noch schlimmer ist jedoch der mangelnde Respekt gegenüber der österreichischen Lebensart und Kultur. Wie in aller Welt können 16-jährige Rotzlöffel derart gehässig auf jene Menschen sein, die aus dem Land stammen, in dem sie selbst leben?

Jenes Land, das ihren Vorfahren in vielen Fällen Schutz vor Krieg und Terror bot? Jenes Land, das wie kaum ein anderes in dieser Welt üppige Sozialleistungen für den Start ins neue Leben zur Verfügung stellt? Sozialleistungen wohlgemerkt, für die der einfache Bürger im Hochsteuerland Österreich hart schuften muss.

Linz Migranten ausländer ausländeranteil
Immer wieder kommt es an österreichischen Schulen zu Konflikten zwischen Migranten-Kindern und Einheimischen.

Volkssport Österreicher-Diskriminierung

Den Hass auf jenen Staat zum Ausdruck zu bringen, in den die Eltern eingewandert sind, scheint mittlerweile unter jungen Migranten zum Volkssport geworden zu sein. Immer wieder werden auch aus Linzer Stadtteilen Fälle an uns herangetragen, in denen Kinder ob ihrer österreichischen Herkunft gehänselt und gemobbt werden.

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Die vollkommen verfehlte Politik der SPÖ hat unter Mithilfe einer damals durch-sozialdemokratisierten ÖVP derart große Fehler begangen, deren Beseitigung wohl Jahrzehnte dauern werden. Dennoch wird die neue türkis-blaue Regierung an der schnellen Linderung der Probleme gemessen. Zustände wie in Stockerau müssen ehest abgestellt werden. Kein Schulkind soll Angst davor haben müssen, in der Schule ob seiner Herkunft gemobbt zu werden.

Verantwortliche und Medien schweigen

Im konkreten Fall von Stockerau besteht jedoch die Gefahr einer „typisch österreichischen“ Lösung. Der Bildungsdirektor von Niederösterreich, Johann Heuras, teilte uns lediglich mit, dass die Situation direkt vor Ort mit der Schule analysiert werde.

Schulleiter Harald Rannert fand es überhaupt nicht der Mühe wert, auf unsere Fragen zu antworten. Statt Konsequenzen für die Täter soll es wohl eher ein Aussitzen der Situation geben. Die „Wochenblick“-Redaktion wird jedenfalls weiterhin den Finger in die Wunde legen und den Fall in Stockerau ganz genau im Auge behalten. Die Rolle des Schweigens überlassen wir in diesem Fall wieder einmal den selbsternannten Qualitätsmedien…