disko türsteher
Einer der Türsteher soll den Gast Dominik J. brutal gewürgt haben! Das "A1" dementiert dies.

Schon wieder Wirbel um die Linzer Diskothek „Musikpark A1“: Nachdem es bereits in der Nacht zum 20. Januar zu einer Attacke eines Türstehers auf einen Gast kam, sollen Sicherheitskräfte nun in der Nacht auf Sonntag erneut Gäste brutal behandelt haben! Einer der Türsteher soll einen Gast sogar gewürgt haben. Zudem habe ein Sicherheits-Mitarbeiter sich deutlich abfällig über einheimische Gäste geäußert. „Immer ihr scheiß Österreicher“, soll der Mann von sich gegeben haben!

Gegenüber dem „Wochenblick“ berichtet Dominik J. exklusiv über den schockierenden Vorfall in der Diskothek, die gerne von Österreichern besucht wird. Der Streit soll sich im Rahmen der After-Show-Party der HTL und der HAK Traun im VIP-Bereich zugetragen haben. Ein Sprecher des „A1“ erklärte dazu gegenüber dem „Wochenblick“: „Dieser Vorfall hat sich zugetragen“, allerdings seien einige der Schilderungen „schlichtweg falsch bzw. sehr übertrieben“.

Luftröhre brutal abgedrückt?

Es sei in besagter Nacht ein Streit um VIP-Bändchen entbrannt: Als nicht alle Betroffenen diese sofort vorweisen konnten, sei ein Türsteher rabiat geworden. J. hatte laut ärztlichem Attest anschließend einen geschwollenen Hals – er konnte im Interview mit dem „Wochenblick“ nur mit Schmerzen sprechen.

„Wir waren in keiner Weise aggressiv“, berichtet J., der gemeinsam mit Freunden zu der Veranstaltung im VIP-Bereich eingeladen worden war. Die Gruppe wartete laut seinen Angaben noch auf die notwendigen Bändchen für den VIP-Bereich, die ihnen gerade ein Kellner beschaffen wollte. Als ein Security-Mitarbeiter diese zwischenzeitlich kontrollierte, konnten J. und einige seiner Freunde diese nicht vorweisen. Der Mitarbeiter informierte einen Kollegen – dieser soll völlig ausgerastet sein!

„A1“-Sprecher: VIP-Bereich war bereits reserviert

Von Seiten des „A1“ heißt es dagegen, man habe dem Ballkomitee des Maturaballs kostenlos einen VIP-Bereich für 8-12 Personen zur Verfügung gestellt: „Die restlichen Tische im VIP-Bereich waren allerdings kostenpflichtig von anderen Gästen reserviert worden. Zur Kennzeichnung trägt jeder Gast in diesem Bereich ein Armband, dass er zuvor bei uns im Infobüro erhält. Viele der Schüler beider Schulen dachten, der Bereich sei für alle Schüler freigegeben.“

Zudem habe man die betreffenden Personen mehrfach aufgefordert, den VIP-Bereich zu verlassen. „Das Barpersonal vor Ort bat die Schüler ohne Band daher mehrfach, auch aufgrund von Beschwerden der anderen, zahlenden VIP-Gäste den Bereich zu verlassen oder sich entsprechend im Infobüro ein solches VIP-Band zu besorgen. Die Aussage, der Kellner hohle die Bänder selbst, hat es laut seiner eigenen Aussage nie gegeben. Da die Gäste der Aufforderung mehrfach nicht nachkamen, bat das Barteam die Türsteher um Unterstützung.“

„Mir wurde schwarz vor Augen“

J. wurde laut eigenen Angaben vom Türsteher rasch „aus der Masse herausgepickt“ worden und sofort an der Kleidung vom Sitzplatz hochgezogen worden. Als er sich aus dem „brutalen Griff“ befreien wollte, habe der vermeintliche Security den Arm um seinen Hals gelegt und versucht, ihm die Luft abzudrücken! „Mir ist für ein paar Sekunden schwarz vor den Augen geworden, kurz darauf wäre ich wohl in Ohnmacht gefallen“, berichtet J. voller Ärger.

Das „A1“ erklärte auf „Wochenblick“-Anfrage, es habe sich lediglich um einen Fixiergriff gehandelt. „Dabei wird der Arm des Türsteher kräftig gegen beide Schlüsselbeine der aggressiven Person gedrückt, nicht aber gegen den Hals. Der Gast war jederzeit bei vollem Bewusstsein, wurde nicht geschlagen oder in sonst einer Weise von einem Türsteher genötigt“, erklärt der zuständige Sprecher.

„Immer ihr scheiß Österreicher!“

Unfassbar: Einer der beteiligten Türsteher soll „Immer ihr scheiß Österreicher!“ geäußert haben. Umstehende Gäste seien schockiert gewesen, es habe Unruhe gegeben! Laut „A1“ jedoch hat „der Türsteher mit ausländischen Wurzeln mit dem zitierten Satz auf eine rassistische Aussage der Gruppe“ reagiert.

Anschließend wurde J. laut eigenen Angaben durch die Menge gedrückt und nach draußen befördert – mehrfach sei J. beinahe gestürzt. Auch eine Freundin – die dort ihren Maturaball feierte – sei angeblich sehr brutal behandelt worden. Mit Müh und Not habe J. noch erreichen können, dass man ihm seine Jacke aushändigte. Inzwischen wurde Anzeige erstattet! Es gilt die Unschuldsvermutung.

daniel hartl
Zeigte sich schockiert über die brutale Attacke: Der Linzer FPÖ-Politiker Daniel Hartl.

Politiker fordert jetzt Aufklärung

Der Obmann der Linzer Freiheitlichen Jugend, Daniel Hartl, zeigt sich schockiert. „Wir fordern vom Musikpark A1 eindringlich die vollständige Aufklärung solcher Vorfälle. Die angebliche Kündigung von einem der zwei Securitys letzte Woche ist schon ein guter Anfang, aber offenbar noch viel zu wenig. Dass Türsteher scheinbar grundlos auf Gäste losgehen ist absolut inakzeptabel“, betont der FPÖ-Politiker!

„Dass Gäste von ihnen als ’scheiß Österreicher‘ angebrüllt und bezeichnet werden, ist ebenfalls inakzeptabel, denn genau diese Gäste bringen das Geld, mit dem ihr Gehalt finanziert wird“, unterstreicht Hartl.

Vorfälle bitte mitteilen

Der „Wochenblickl“ ruft seine Leser auf, ähnliche Vorfälle in örtlichen Diskotheken unserer Zeitung über [email protected] mitzuteilen!