Dem Corona-kritischem Arzt Dr. Bodo Schiffmann und seinen Begleitern wurde die Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern verweigert und sie wurden nach Brandenburg „abgeschoben“.

Ein Kommentar von Felix Nagel

Eigentlich unvorstellbar, was in Deutschland im Jahre 2020 alles möglich ist. Unbescholtenen Bürgern wird die Einreise in ein Bundesland untersagt. Dem Arzt Bodo Schiffmann und seinen Begleitern wurde der „Grenzübertritt“ von Brandenburg nach Mecklenburg-Vorpommern verweigert, wohin sie für eine genehmigte und angemeldete Veranstaltung einreisen wollten. Während sonst die Grenzen sperrangelweit offen stehen und Personen aus unterschiedlichsten Ländern– ob mit oder ohne Papiere – freundliche Aufnahme finden, müssen Bürger wieder Reisebeschränkungen hinnehmen.

Mehr Freiheiten in der „DDR“?

Ein Teil der Deutschen war über Dekaden durchaus gewohnt, dass Beschränkungen der Reisefreiheit zum Alltag gehörten, aber seit 1989 ist auch dieser Zustand Geschichte – die Bürger der „DDR“ erkämpften sich friedlich ihre Freiheit. Allerdings wäre der ersten Arbeiter- und Bauernstaat auf deutschem Boden sicherlich nicht 40 Jahre alt geworden, hätte man die Bürger derart eingesperrt, wie es jetzt im Zeichen von Corona geschieht. Zwar war an Reisen nach Hawaii, Australien oder auch nur Italien nicht zu denken, für einige befreundete sozialistische Bruderländer waren Reisegenehmigung nötig, aber zumindest zwischen Ostsee und Erzgebirge, Harz und Zentendorf konnte man sich einigermaßen frei bewegen und das Arbeiter- und Bauernparadies erkunden.

Die BRD als neue „DDR“?

„Ungesetzliche Grenzübertritte“ hingegen, wie sie offenbar Schiffmann und seine Begleiter begangen haben, waren in der Binnen-„DDR“ in dieser Form nicht vorgesehen. Diese waren ausschließlich dem unrechtmäßigen „Passieren der Staatsgrenze“ vorbehalten. Betrachtet man sich jedoch die derzeitigen Gegebenheiten in Deutschland, stellt sich allerdings die Frage, ob es die Bundesrepublik allmählich darauf anlegt, eine „DDR 2.0“ zu werden. Nicht nur, dass der bayerische CSU-Ministerpräsident Markus Söder offen für „inoffizielle Mitarbeiter“ (IM) zur Corona-Regel-Bespitzelung aufruft oder Razzien und Hausdurchsuchungen bei Corona-Kritikern stattfinden, nein, die Entwicklung schreitet bereits weiter voran. So soll, wegen Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen wie zuletzt in Leipzig wieder Verschärfungen folgen, die das Versammlungsrecht einschränken – so etwa eine Teilnehmerbeschränkung auf 1.000 Personen. Auch die Grünen lassen mit „interessanten“ Vorschlägen aufhorchen. Corona-Widerstand und kritische Stimmen sollen, wenn es nach der Pseudo-Öko-Partei geht, als politische Kriminalität eingeordnet werden. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird es eng für BRD-Bürger – denn es gibt keine Möglichkeit mehr zur „Republikflucht“ und bald vielleicht auch keine mehr auf die Straße zu gehen…