Fotos: screenshot/youtube/Chrissi - Christian D

Mit seinem „Schilling-Lied“ erobert Christan D. alias „Chrissi“ aus Schardenberg (Bez. Schärding) derzeit die Herzen aller österreichischen Patrioten!

 

„Wochenblick“: Christan, erzähl uns doch erst einmal ein bisschen von dir selbst. Wo kommst du her, wie alt bist du und wie lange machst du schon Musik?

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Christian D.: Geboren wurde ich 1962 in Steyer, ich lebe aber schon seit über 20 Jahren in der Grenzregion Passau-Schärding. Ich habe 17 Jahre lang den „Bienenkorb“ in Passau betrieben, sechs Jahre lang eine Ausbildung zum Opernsänger gemacht  (1998-2005),  2009 das „Passaulied“ geschrieben und veröffentlicht und 2013 im Rahmen des Ö-Finale des Alpengrandprix 2013 das von mir komponierte „Schärdinger Lied“ uraufgeführt. Mit dem D-Mark Song habe ich als Neueinsteiger bei den Hörercharts von Schlagerradio.fm gleich in der ersten Woche Platz 1 gemacht. Ich bin sehr stolz, eine so große Fangemeinde zu haben.

Schilling-Lied von Christian D. erobert die Herzen

Ergab sich das Singen aufgrund der Gastro-Karriere?

Nein, ich habe schon als Kind immer viel gesungen. Ich war im Madrigalchor des Bundesgymnasiums meiner Heimatstadt und habe auch mein Abitur unter anderem im Fach Musik mit dem Spezialfach Gesang abgeschlossen.

Woher stammt die Idee für das Schilling-Lied?

Viele Menschen haben durch die Umstellung von Schilling oder D-Mark auf den Euro gelitten, auch wirtschaftlich. Ich bin mit dem Schilling aufgewachsen, und als Musiker ist es wichtig, immer wieder als Themen aufzugreifen, die auch polarisieren oder Langhaltiges schaffen. Mittlerweile gibt es im Austropop fast nur noch volkstümliche Musik. Dieser typische Austropop wie von Fendrich, Ambros oder STS hat nach 2000 nicht mehr wirklich die Fortführung gefunden.  Große Klassiker wie „Weu’sd a Herz hast wie a Bergwerk“ oder „I am from Austria“, die in aller Munde sind, sowas gibt’s nimmer wirklich.

Deswegen hab mir gedacht, es wäre toll etwas zu schaffen, das zeitlos ist, Perspektive schafft und Nachhaltig ist. Der Schilling ist dafür ein gutes Thema. Und da ich „Grenzer“ bin, hab ich den „D-Marksong“ auch gemacht.

Geht es dir auch darum, den Euro kritisch zu beurteilen?

Ich will mit dem Lied nicht ausdrücken, dass ich gegen den Euro bin. Es soll einfach eine sentimentale Hommage an den Schilling sein. Natürlich sind die Teuerungen ein großes Thema, aber genauso gibt es auch Sachen, die billiger wurden. Mir ist nur wichtig, dass nichts politisches reininterpretiert wird.

Welche Projekte sind für die Zukunft geplant?

Ich werde noch mehr Versionen des Songs in vier oder fünf verschiedenen Sprachen aufnehmen, zum Beispiel Italienisch und Spanisch!

Danke für das Interview Christian, wir wünschen dir alles Gute!

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