Eine Gruppe von Kosovo-Albanern und Irakern hat über Jahre hinweg Sprach-Zeugnisse für Ausländer ohne Deutschkenntnisse gefälscht, um ihnen widerrechtlich Aufenthaltsgenehmigungen und Einbürgerungen zu ermöglichen. Pro gefälschtem Test sollen die Täter bis zu 5.000 Euro bekommen haben. 

Aktuell müssen sich Isuf G. (36), Bahri D. (32), Kattu F. (25), Falah Hassan B. (32) und Nazife B.(23) vor dem Landgericht München verantworten. Die Anklage lautet auf gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern und Urkundenfälschung in mehreren Fällen.

Die Täter gaben sich bei den lizensierten Sprachschulen, die die Deutsch-Tests durchführen, als ihre „Kunden“ aus, indem sie auf den Ausweisdokumenten die Passfotos der Antragssteller mit ihren eigenen Bildern überklebten. Dann absolvierten die Täter die Testungen. Die Schulen bemerkten diese plumpe Masche offenbar nicht, denn die Betrügereien sollen sich über mehrere Jahre erstreckt haben.

Die erschwindelten Testergebnisse wurden dann den jeweiligen Ausländerbehörden vorgelegt und sorgten nachweislich in mehreren Fällen dafür, dass Aufenthaltsgenehmigungen von Migranten verlängert oder Einbürgerungen genehmigt wurden.

Erst Ende 2018 flog die Bande auf und die Polizei setzte dem Treiben ein Ende. Jetzt drohen den Tätern bis zu zehn Jahre Haft.