Schon wieder „Niveaulimbo“ beim zartrosa gefärbten Blättchen „Der Standard“! Nachdem der umstrittene Schreiberling Fabian Schmid bereits auf Twitter spottete, „echte Österreicher“ würden ihre Frauen zum Schutz vor Flüchtlingen „im Keller“ einsperren, legte jetzt Redakteur Christoph Winder in einer Kolumne nach. Bei vielen Lesern des üppig durch Steuerzahler-Geld geförderten „Standards“ stößt der Artikel „Herbert Kickls Schrei nach Liebe“, in dem Winder Kickl ein dubioses „Fichtennadelschaumbad“ und die Ölung und Salbung des „schmächtigen Körperchens“ wünscht, auf zweifelhafte Gegenliebe.

Ein Kommentar des Stellvertretenden Chefredakteur Johannes Schüller

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Durchgehende Niveaulosigkeit

Mitunter wünschten hasserfüllte Nutzer im „Standard“-Forum unter Winders Artikel dem Innenminister einen „Tritt in den Allerwertesten“, brutale „Halsmassagen“, einen Besuch beim Psychiater oder aber sie nennen ihn „Soziopath“ beziehungsweise „Schrumpfminister“. Hobby-Psychologe Winder spart indes in dieser jenseitig schlechten Kolumne selbst nicht an dubiosen Zuschreibungen für unseren Innenminister. Dieser habe sich – anstatt „Axtmörder“ oder „Holzfäller“ zu werden – für den Beruf des Innenministers entschieden.

So weit, so blöd. Dass Winder in seinem Artikel über Kickl polemisch meint, es „wär doch interessant, wenn man lästige Afghanen und Syrer im rechtsfreien Raum zum Krüppel foltern könnte“, bleibt ebenso billige, niveaulose Boswilligkeit. Doch weil selbst diese Blödheiten nicht genügen, kommt der Möchtegern-Analyst nicht umhin, Kickl anzukreiden, er habe „Großzügigkeit, Gemeinsinn oder Menschenfreundlichkeit“ „penibelst vor der Öffentlichkeit“ verborgen – eine Argumentation auf Kindergartenniveau!

fabian schmid der standard
Der umstrittene Autor Fabian Schmid arbeitet bei der Zeitung „Der Standard“ – mit diesem Tweet schockte er jüngst das Netz!

Purer Hass im „Standard“-Forum

Grotesk: Winder wirft Kickl „billigen Zynismus“ vor, spart aber selbst nicht an unterirdischen „Tipps“! ‚Wir bräuchten ein paar gute Menschen, die sich um Kickl kümmern. Ihm ein schönes Fichtennadelschaumbad bereiten, die mörderischen Spannungen aus den Schultern massieren. Ihm zärtlich den Dreitagebart streicheln, den steinharten Charakterpanzer lockern, das schmächtige Körperchen ölen und salben, ihm einen Kuss auf die Stirn geben und sanft ins Ohr flüstern: ‚Es ist nicht alles böse, Herbert, es gibt auch Gutes.'“

Dabei verrät der letzte Satz die Geisteshaltung Winders: „Ja, sogar in diesem vermeintlich verkommenen Land namens ‚Österreich‘.“ Die „Standard“-Leser, unter denen sich nicht wenige intellektuell begabter wähnen als viele FPÖ-Leser, reagieren oft mit purem Hass:

Kickl als „Soziopath“ beschimpft

Immerhin: Diese besonders geschmacklosen Kommentare sind mittlerweile im „Standard“-Forum nicht mehr zu sehen. Bisher immer noch zu lesen (Stand 1. Februar, 10.50 Uhr) waren dagegen folgende, wahrlich unterirdische Kommentare. Dort wird der FPÖ-Innenminister unter anderem als „Soziopath“ bezeichnet. Ein Nutzer meint, man solle ihm einen „Zehnerblock für den Psychiater“ zur Verfügung stellen, „aber vom Gehalt abziehen“:

„Schläft der Forenmoderator?“

Dieses wohl bald an den Grund des Mariannengrabens (- 11.000 Meter) reichende Niveau ist offenbar selbst einigen „Standard“-Fans zu heftig. Vereinzelt äußern diese deutliche Kritik. „Schläft der Forenmoderator?“, fragt sich ein Nutzer. „Was in diesem Forum abgeht, ist unter aller Gürtellinie“, findet ein Kommentator klare Worte: