Schon seit einiger Zeit wird der Marchtrenker Bürgermeister Paul Mahr (SPÖ) brieflich geschmäht, verleumdet und gefährlich bedroht. Die Polizei tappt zwar noch im Dunkeln, was den Verfasser dieser schändlichen Post betrifft, doch der Betroffene glaubt zu wissen, wo man den Täter suchen müsse.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Auf Grund der Worte und der Formulierungen, vermutet Mahr, dass der Briefeschreiber „aus der rechten Ecke“ kommt. Doch der Bürgermeister könnte auch irren.

Wie ich aus Gesprächen mit ihm weiß, bemüht er sich redlich, ein Bürgermeister für alle March­trenker zu sein, unabhängig davon, zu welchem politischen Lager sich die jeweiligen Gemeindebewohner zugehörig fühlen.

Damit könnte er sich den Zorn von links-linken Genossen seiner Partei zugezogen haben, für die wirkliche Toleranz bekanntlich nicht gerade zu den Tugenden gehört.

So gesehen wäre es auch möglich, dass die Drohungen, verbrämt als „rechtes Machwerk“, sogar aus dem eigenen Lager kommen. Mahr selbst sagt, dass sein Bedroher gute Kontakte ins Stadtamt haben müsse, weil er offenbar über Insiderwissen verfüge.

Auch dies spräche eher für einen Feind im eigenen Gesinnungsbett. Ich sage nicht, dass es so ist, aber Ermittlungen auch in dieser Richtung könnten möglicherweise schneller die erwünschte Klarheit über den Täter bringen.