Mitten in der Provinz, mitten in der Nacht: Ein dreister Syrer und sein aus der Ukraine stammender Komplize raubten in einem Spiellokal mit Waffengewalt einfach einen der anwesenden Gäste aus. 

Beeskow ist eigentlich ein malerisches 8.000-Seelen-Städtchen im Landkreis Oder-Spree. Etwa 80 Kilometer von der Bundeshauptstadt Berlin entfernt liegt der auch als „Tor zur Niederlausitz“ bekannte Ort nicht gerade in einem Kriminalitäts-Hotspot. Gerade diese provinzielle Idylle dürfte ein kriminelles Einwanderer-Duo ausgenützt haben, als es auf Beutezug ging.

Gast mit Pistole bedroht und um Geld erleichtert

Am Mittwoch gegen 23:40 wurde die Polizei zu einem Spiellokal in der Storkower Straße beordert, weil ein Mitarbeiter der Spielothek kurz zuvor einen Raub meldete. Wie eine Pressemitteilung herausstellt, betraten zwei Männer kurz zuvor das Objekt und mischten sich zuerst unter die wenigen Gäste. Einer der beiden begab sich – wohl zur Ablenkung – zu den Automaten während der andere am Tresen blieb. Ersterer zog daraufhin einen pistolenähnlichen Gegenstand und bedrohte einen Anwesenden und forderte Geld.

Nachdem der Geschädigte Folge leistete, ergriffen die beiden mutmaßlichen Räuber die Flucht. Obwohl sie bei ihrem Überfall einen Mundschutz trugen, konnten Zeugen eine ziemlich gute Personenbeschreibung abgeben. Daraufhin machte sich die Polizei auf die Fahndung und alarmierte eine Fahndungsgruppe aus dem nahe gelegenen Frankfurt (Oder).

Flucht im 3er-BMW: Tatwaffe und Beute gesichert

Eine Streife dieser teils aus Landes- und teils aus Bundespolizisten bestehenden Gruppe konnte dann tatsächlich auf der B87 auf Höhe der Abfahrt Müllrose, einen 3er-BMW ausfindig machen. Nach der Anhaltung kontrollierten sie die Insassen und deren Gefährt. Dabei stießen sie auf eine Schreckschusswaffe, das geraubte Geld sowie eine Reihe an Kleidung, welche genau auf die Personenbeschreibung passte.

Beide Tatverdächtigen haben einen Migrationshintergrund – es handelt sich beim mutmaßlichen Haupttäter um einen Syrer (19), sein Komplize (25) stammt gebürtig aus der Ukraine. Beide wurden noch am Ort der Anhaltung festgenommen. Die Ermittlungen dauerten zum Zeitpunkt der Polizeiaussendung noch an.