Dieser Fall schockiert ganz Österreich: Am Mittwochmorgen verübte ein Afghane (43) eine grausame Bluttat. Während die vier Kinder des Paares in der Schule waren, erdolchte er seine Frau mit einem Küchenmesser brutal in der gemeinsamen Wohnung. Danach stellte er sich selbst bei der Polizeiinspektion am Lendplatz und gestand in gebrochenem Deutsch. 

Sofort fuhr eine Polizeistreife in die Wohnung der Familie in der Idlhofgasse im  Stadtbezirk Gries. Dort angekommen bot sich den Beamten ein schreckliches Bild: Blutüberströmt und tödlich verletzt, lag die Frau mitten auf dem Küchenboden. Der genaue Tathergang ist noch zu klären – ebenso das Motiv; trotz des Geständnisses gilt die Unschuldsvermutung. Der Fall schockiert, auch wenn er sich in die Vielzahl von tödlichen Angriffen auf Frauen einreiht. 

Nachbarn sind über brutalen Mord entsetzt

Wie eine Zeitung berichtet, soll eine Einvernahme auf der Polizei-Inspektion die genauen Umstände des Todes klären. Anderen Medien zufolge ist die Gemeinschaft im Wohnblock schockiert über die grauenvolle Tat. Niemand hat es kommen sehen. Eine Nachbarin betonte, das Paar sei stets freundlich gewesen, nie hatte sie etwas von einem Streit mitbekommen. In der Früh war alles anders, sie hörte einen spitzen Schrei aus der Wohnung: „Danach war es ruhig“. 

Glücklicherweise musste sie die schreckliche Bluttat zumindest nicht mit ansehen. Die beiden Töchter des Paares sind erst 8 und 12 Jahre alt, die Buben bereits 14 und 18 Jahre alt. Nachdem sie nun ihre Mutter auf so tragische Weise verloren und damit klarkommen müssen, dass ausgerechnet ihr Vater der mutmaßliche Mörder ist, werden sie von Mitarbeitern des Jugendamtes und einem Kriseninterventionsteam betreut.

Kultureller Aspekt häufig ein Tabu-Thema

Die furchtbare Nachricht kommt nur zwei Tage, nachdem in Wien eine Trafikantin einen Monat nach dem fatalen Brandanschlag durch ihren Ex den schweren Verletzungen erlag. Auch da war es eine Beziehungstat, auch da kam der Täter aus einem streng islamisch geprägten Kulturkreis, in dem meist ein archaisches Frauenbild vorherrscht. So sorgte einst auch in Steyr der Mordfall Michelle F. (16) für landesweite Trauer. Die Jugendliche wurde von ihrem afghanischen Freund Saber A. (damals 17) in ihrem Kinderzimmer erstochen.

Der kulturelle Aspekt als möglicher Beförderer solcher Taten ist weiterhin ein großes Tabu-Thema. Ihn anzusprechen gilt als so unangenehm, dass sogar eine Frauenmord-Studie, die Ex-Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) Anfang 2019 in Auftrag gab, von der Nachfolge-Regierung wohl aufgrund der Brisanz monatelang unter Verschluss gehalten wurde. Gerade bei Beziehungstaten stellte sich heraus: Über 50 Prozent der Mörder waren Ausländer, der absolute Großteil der Opfer: Frauen.

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