Eigentlich sollte es ein großartiger Abend für eine junge Frau aus dem Großraum Venedig werden. Immerhin stand Ferragosto, einer der höchsten italienischen Feiertage an. Stattdessen wurde sie am Strand von Lignano von angeblich minderjährigen Asylwerbern brutal vergewaltigt. 

Doch an diesem 15. August, den die 15-Jährige mit Freunden in Lignano am Strand verbringen wollte, erwartete sie ein Albtraum. Die italienische Öffentlichkeit ist schockiert, speziell weil die beliebten Tourismusgebiete durch Corona ohnehin schon eine extrem schwierige Zeit durchleben.

Minderjährige „unbegleitete Flüchtlinge“

Nach Aussagen der italienischen Polizei begleitete das Mädchen den 17-jährigen Ägypter nach einer Party nach Hause. Als sie unbeobachtet waren, fiel der „unbegleitete minderjährige Flüchtling“ über sie her und vergewaltigte sie brutal. Danach rief er seine beiden Freunde hinzu, damit sie sich ebenso „bedienen“ könnten.

Einer der Albaner folgte der „Einladung“ und verging sich ebenso an Venezianerin. Der andere stand während der Tat Schmiere. Irgendwann wurden Freunde, die sich ebenso auf der Party befunden hatten, auf die Hilfeschreie des Mädchens aufmerksam und näherten sich dem Tatort, was die Täter zur Flucht veranlasste.

Albaner und Ägypter

Das psychisch und physisch verletzte Opfer konnte der Polizei eine gute Beschreibung der Täter liefern. Durch Auswertungen von Überwachungskameras aus der Umgebung konnten die drei minderjährigen Sexualstraftäter ausgeforscht werden. Sie waren erst vor kurzem aus der Lombardei angereist, wo sie in einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit rechtlichen Problemen untergebracht waren. Die beiden Vergewaltiger wurden in eine Jugendstrafanstalt gebracht während der Beitragstäter sich auf freiem Fuß befinden soll. Der Ägypter leugnete die Tat, die beiden Albaner verweigerten die Aussage. Das Mädchen befindet sich in psychologischer Betreuung und steht nach wie vor unter Schock. Laut italienischen Medien soll einer der Täter bereits vorbestraft sein.

Lega-Mann fordert chemische Kastration

Pierpaolo Roberti, Sicherheitssprecher der Region und Angehöriger der Lega Salvini forderte härtere Strafen, bis hin zur chemischen Kastration und forderte einen Stopp der Zuwanderung. Er sieht auch ein Problem in den Gesetzen, welche Tätern mehr Rechte geben als den Opfern. Massimiliano Fedriga, Gouverneur der Region Friaul-Julisch Venetien, drückte sein tiefes Bedauern und volle Solidarität mit dem Opfer aus. Er forderte die im Gesetz vorgesehene Höchststrafe für die unmenschlichen Täter. Der lombardische Sicherheitsrat Riccardo De Corato bat die Behörden, den Namen der Einrichtung anzugeben, in der sich die drei Asylwerber wohnhaft sind. Man müsse auch die Menschen in der Umgebung schützen, da sonst die Gefahr bestünde, dass sie die nächsten Opfer werden.