Die gefährliche Lungenseuche Tuberkulose (kurz TBC) wurde bei einem 84-jährigen türkischstämmigen Patienten im Welser Krankenhaus diagnostiziert. Die seltene Krankheit hält Österreich in letzter Zeit wieder in Atem.

Quarantäne in Welser Krankenhaus

Besonders dramatisch ist, dass die Krankheit erst vier Tage nach der Einlieferung des Patienten erkannt wurde. Zimmergenossen des Pensionisten waren dem Infektionsrisiko tagelang schutzlos ausgesetzt. Die Krankenhausleitung betont, dass mit dem Erkennen des Gefahrenpotentials sofort alle nötigen Quarantäne- und Hygienemaßnahmen eingeleitet wurden. Rund 50 Personen müssen sich nun einer Tuberkulose-Vorsorgeuntersuchung stellen. Der infizierte Patient ist laut Medienberichten bereits verstorben, jedoch an einer anderen Krankheit.

Heutzutage nur selten tödlich

Erst vor wenigen Wochen gab es große Aufregung um einen TBC-Fall in einer Linzer Schule („Wochenblick“ berichtete“). Millionen von Menschen fielen im Mittelalter der heimtückischen Krankheit zum Opfer. Man nannte sie den „Weißen Tod“! Heutzutage sind die Behandlungsmethoden jedoch so weit ausgereift, dass eine rechtzeitig erkannte TBC-Erkrankung nur selten zum Tod führt.

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