Die Befürchtungen vieler Geschäftsinhaber in der Wiener Innenstadt sind wahr geworden: Am Samstagnachmittag fand die Demonstration „F*ck Hofer“ statt, die Polizei musste Teile der Mariahilfer Straße absperren. Auch einzelne Szenen aus der Demonstration, zu der die Van der Bellen unterstützende „Neue Linkswende“ aufgerufen hatte, schockieren. Jetzt ist dazu ein Video aufgetaucht.

Für einige Ladeninhaber in der Wiener Innenstadt erwies sich das, mitten im vergleichsweise umsatzstarken Wochenend-Weihnachtsgeschäft als fatal.

Kein Herz für Geschäfteinhaber

Bereits die  von Van der Bellen-Unterstützern massiv beworbene Anti-Hofer-Demonstration am vorherigen Samstag spielte dem Handel übel mit. Rainer Trefelik, Obmann der Wiener Händler, beziffert die Umsatzeinbußen der Geschäftsleute „von teilweise bis zu 70 Prozent“. Einkaufsgäste würden fernbleiben, wenn lautstarke Demonstrationen veranstaltet würden.  Der Sprecher der „Grünen Wirtschaft Wien“, Hans Arsenovic, sah dagegen keinen Grund die Geschäftsleute im Wiener Zentrum vor ausuferndem Demo-Betrieb in Schutz zu nehmen.

Das Team von Alexander Van der Bellen hat sich von der Krawall-Demo vor kurzem offiziell distanziert. Brisant: Bei der vorherigen Anti-Hofer-Demo liefen noch zahlreiche Grüne Seite an Seite mit gewalttätigen Linksextremisten und Radaumachern in der Wiener Einkaufszone mit.

Massive Umsatzeinbrüche durch Anti-Hofer-Demo in Wien

„Wir waren fassungslos“

„Wir waren fassungslos“, berichtet der Inhaber eines Fachgeschäfts für Koffer- und Taschen. Für die Durchführung der Demonstrationen, an der auch zahlreiche Van der Bellen-Unterstützer teilgenommen haben, auf der Mariahilfer Straße hat der Mann keinerlei Verständnis.

„Das Weihnachtsgeschäft ist eigentlich das Geschäft, das dem Handel das Überleben ermöglicht“, unterstreicht er. Ein ebenfalls betroffener Juwelierhändler ärgert sich insbesondere über die Disziplinlosigkeit der Teilnehmer bei der Anti-Hofer-Demo. „Die Kunden verschwinden“, berichtet er sichtlich verärgert. Auch die Verunreinigungen, die nach den beiden Demonstrationen auf der Mariahilfer Straße zu sehen waren, seien sehr ärgerlich.

Peinliches Pöbel-Video aufgetaucht

Auch bei der Demonstration, die 14.30 Uhr beim Museumsquartier begann, kam es diesen Samstag zu hässlichen Szenen. So bepöbelten linke Radaumacher die Polizei, einer widersetzte sich lautstark einer Festnahme:

Fünf Anzeigen, internationale Presse vor Ort

„Hofer ist ein Faschist. Strache ist ein Faschist. Wir wollen keine Nazischweine“, riefen die „F*ck Hofer“-Demonstranten wiederholt im Chor. Wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot und Widerstands gegen Polizeibeamte gab es insgesamt fünf Anzeigen bei der Linken-Demo.

Peinlich für das Ansehen Österreichs: Zwölf bis 15 Kamerateams waren laut Polizeisprecher Thomas Keiblinger vor Ort, auch Medienvertreter aus Japan und den USA zeigten Interesse an der Radau-Demo.

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