Im Jänner 2013 berichtete die Deutsche Bundesregierung dem Bundestag über eine Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz. Thema: Eine Corona-Virus-Pandemie. Die Autoren kamen zum Schluss, dass das Land davon in einigen Bereichen überfordert wäre. Insgesamt sei mit 7,5 Millionen Toten zu rechnen. Nachdem das heute zum Glück in schwächerer Form eintretende Szenario seit 7 Jahren im Detail bekannt ist, stellt sich die Frage: Was hat die Regierung Merkel seither zur Vorsorge unternommen?

Der Bericht ist mit der Aktenzahl 17/12051 hier öffentlich abrufbar. Es handelt sich um ein offizielles Dokument des deutschen Bundestages mit dem Titel „Unterrichtung
durch die Bundesregierung Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012“.  Darin wurden verschiedene Szenarien durchgespielt und bewertet. Unter Punkt 2.3 findet sich die „Risikoanalyse Pandemie durch Virus Modi-SARS“. Es handelt sich um eine weltweite Pandemie, ausgelöst durch einen Virus aus der Corona-Familie. Das Papier wurde im Dezember 2012 fertiggestellt und im Jänner 2013 im Bundestag eingebracht.

7,5 Millionen Tote erwartet

Die sehr detailliert und professionell ausgeführte Untersuchung kam zum Schluss, dass Deutschland im Falle einer Corona-Pandemie nicht nur wirtschaftlich großen Schaden zu erwarten hätte. Bei den unten auszugsweise beschriebenen Grundannahmen über die Pandemie rechnete man mit 7,5 Millionen Toten in Deutschland. 

Deutschland wäre teilweise überfordert …

Während in vielen Bereichen nur kleinere Ausfälle erwartet wurden, gibt es einige Punkte, wo von einer Überforderung oder Überlastung die Rede ist. Nachfolgend einige Auszüge. Die Ausführungen im Original-Papier sind bedeutend länger und umfangreicher.

Notfall-/Rettungswesen einschließlich Katastrophenschutz: Trotz maximalen Einsatzes können die Aufgaben vor allem während der Höhepunkte der Erkrankungswellen nicht bewältigt werden. Die Mobilisierung der ehrenamtlichen Potentiale gelingt nur unzureichend, zumal es in dem hauptsächlich ehrenamtlich getragen Hilfeleistungssystem Deutschlands zu Interessenkonflikten kommt.

Lebensmittelhandel: Engpässe können nur zum Teil kompensiert werden.

Medizinische Versorgung: Die hohe Zahl von Konsultationen und Behandlungen stellt sowohl Krankenhäuser als auch niedergelassenen Ärzte vor immense Probleme. Die medizinische Versorgung bricht bundesweit zusammen. Der überwiegende Teil der Erkrankten kann somit nicht adäquat versorgt werden, so dass die Versorgung der meisten Betroffenen zu Hause erfolgen muss. Notlazarette werden eingerichtet. Aufgrund der hohen Sterberate stellt auch die Beisetzung der Verstorbenen
eine große Herausforderung dar.

Studie mit hochkarätigen Institutionen erstellt

Die Risikoanalyse wurde „unter fachlicher Federführung des Robert Koch-Instituts durchgeführt“. Weitere beteiligte Bundesbehörden waren Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Bundesnetzagentur, Paul-Ehrlich-Institut, Streitkräfteunterstützungskommando der Bundeswehr.

Szenario dem aktuellen Ausbruch sehr ähnlich

Das für das Szenario ausgewählte Virus wurde wie folgt beschrieben: „Ein aktuelles Beispiel für einen neu auftretenden Erreger ist ein Coronavirus („novel Coronavirus“), welches nicht eng mit SARS-CoV verwandt ist. Dieses Virus wurde seit Sommer 2012 bei sechs Patienten nachgewiesen, von denen zwei verstorben sind.“

„Das hypothetische Modi-SARS-Virus ist mit dem natürlichen SARS-CoV in fast allen
Eigenschaften identisch. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Übertragung des Virus auf einen Menschen bis zu den ersten Symptomen der Erkrankung, beträgt meist drei bis fünf Tage, kann sich aber in einem Zeitraum von zwei bis 14 Tagen bewegen. Fast alle Infizierten erkranken auch. Die Symptome sind Fieber und trockener Husten, die Mehrzahl der Patienten hat Atemnot, in Röntgenaufnahmen sichtbare Veränderungen in der Lunge, Schüttelfrost, Übelkeit und Muskelschmerzen. Ebenfalls auftreten können Durchfall, Kopfschmerzen, Exanthem (Ausschlag), Schwindelgefühl, Krämpfe und Appetitlosigkeit. Die Letalität ist mit 10% der Erkrankten hoch, jedoch in verschiedenen Altersgruppen unterschiedlich stark ausgeprägt. Kinder und Jugendliche haben in der Regel leichtere Krankheitsverläufe mit Letalität von rund 1%, während die Letalität bei über 65-Jährigen bei 50% liegt.“

„Das Ereignis tritt global auf (hauptsächlich Asien, Nordamerika, Europa). Die Ausbreitung in Deutschland erfolgt über eine Messestadt in Norddeutschland und eine Universitätsstadt in Süddeutschland. In der Initialphase des Geschehens werden insgesamt zehn Fälle nach Deutschland eingetragen. Hierbei sind zwei Fälle von besonderer Bedeutung, da sie Schlüsselpositionen für die Verbreitung einnehmen. Die anderen Fälle betreffen Reisende, die zur Verbreitung beitragen.“

Kritik von Wissenschafts-Blogger

Der bekannte Wissenschafts-Blogger Hadmut Danisch hat das Papier gelesen und kommt zu einem recht drastisch formulierten Schluss:

„Man wird sehr genau fragen müssen, was die Politik da eigentlich seit 2012 zur Vorsorge getrieben hat, wenn sie das Szenario doch nachweislich seit Anfang 2013 realitätsgetreu kannten. Wir werden von einer Kaste aus Superidioten regiert, die damit beschäftigt sind, Sprache zu gendern, Gender-Sternchen zu verteilen, Straßennamen zur Dekolonialisierung umzubenennen, Genderklos zu bauen, Gender Studies zu fördern, Frauenquoten zu bauen. Was haben sie getan, um das Land auf eine Pandemie vorzubereiten?“