Kurzfristig hat die Regierung die Verlängerung des Lockdowns bekanntgegeben. Damit einher geht auch, dass Schulen weiterhin geschlossen bleiben. Doch die Pläne, sollten Schulen wieder öffnen, sorgen auch für Proteste. Denn dann soll auch wieder Maske getragen werden.

Maskenpflicht für Schüler, Abstandsregeln, Homelearning, ständiges Lüften auch im Winter, Massentests der Schüler – nirgends ließ sich die Planlosigkeit der Regierung besser studieren. Dass sich dagegen alsbald Widerstand regte, dürfte nicht verwundern. Zudem dieser im weiteren Verlauf und mit Dauer der Krise stetig zunahm und schließlich auch in der Öffentlichkeit nicht mehr verschwiegen werden konnte.

Maskenpflicht in Schulen rechtswidrig

Allerdings hieß es dann in den Medien: „Drohbrief an Lehrer“ oder „Corona-Schwurbler bedrohen Lehrer wegen Maskenpflicht“. Dass es sich um besorgte Eltern und Bürger handelte, wurde ebenso verschwiegen wie die Tatsache, dass weder die Direktoren noch die Lehrkörper bedroht wurden, sondern lediglich auf die Remonstrationspflicht hingewiesen wurden: Also die Pflicht, dienstliche Handlungen und Weisungen auf ihre Rechtmäßigkeit zu überprüfen. So hat beispielsweise der VfGH Verordnungen zur Maskenpflicht für Schüler bereits als rechtswidrig aufgehoben.

Informationsschreiben an Schulen

Dazu wurden mehr als 10.000 Schulen mit Informationsschreiben beschickt. Während sich Lehrer positiv äußerten, reagierten Direktoren und Bildungsdirektionen mit Unverständnis, so Konstantin Haslauer, der Initiator der Aktion. Nun wurden rund 150 Anzeigen in ganz Österreich eingebracht, um die derzeit verdrehte Rechtslage wieder auf den Boden unserer Verfassung zu stellen.

Aber auch Elternvereine hatten bereits ihre besonderen Corona-Medienerfahrungen. Angeblich forderten sie eine Impfpflicht für Lehrer und eine Testpflicht für Schüler. In einem offenen Brief sah sich die Vorsitzende schließlich genötigt, diesen Fake-News entgegenzutreten. Der Dachverband der Elternverbände tritt für die Freiwilligkeit bei Impfungen und Tests ein und fordert zudem seit langem eine Rückkehr zum geregelten Präsenzunterricht. Mit letzterer Forderung sind sie auf einer Linie mit vielen Kinderärzten.

Kinder leiden unter Lockdown

Denn die Folgen der Schulschließungen sind verheerend, zumal Kinder bei den Infektionsverläufen kaum eine Rolle spielen. Dafür leidet die Psyche der Kinder, Vereinsamung und fehlende Kontakte mit Gleichaltrigen wirken sich negativ auf die Entwicklung aus. Durch die erneute Lockdown-Verlängerung und die Verschärfung der Maßnahmen wurde das Thema zusätzlich angeheizt. Künftig sollen in Schulen FFP2-Masken getragen werden.

Für wirkliche Aufregung sorgt jedoch die kurzfristige Vorverlegung der Ferien. Bereits fixierte Urlaube und organisierte Betreuung des Nachwuchses für die Ferienzeit wurden von der Regierung mit einem Schlag über den Haufen geworfen. Ebenso Unverständnis erntet die Forderung der ÖVP-nahen Lehrervertretung, die eine weitere Betreuung in Schulen auf Kinder von „systemrelevanten Eltern“ beschränken möchte.